Wlaschek kauft das Schlosshotel Velden

Nobelhotel in Velden: Hypo verlor damit Millionen.
Foto: apa

Der Milliardär fixierte mit der Hypo den Deal über rund 50 Millionen Euro und erweiterte damit sein Portfolio an Prunk-Immobilien.

Die Hypo-Alpe-Adria-Bank hat nach mehrmaligen Verschiebungen am Freitag den Verkauf des Schlosshotels Velden fixieren können. Mit dem Milliardär und Billa-Gründer Karl Wlaschek hat sich die Hypo auf einen Kaufpreis von rund 50 Millionen Euro geeinigt. Geführt wird das Hotel ab 1. September von der Falkensteiner Tourismus Gruppe.

Wie berichtet, hat der ursprüngliche Käufer, der Italiener Ugo Barchiesi, den Kaufpreis nicht finanzieren können.

Nobelhotel in Velden: Hypo verlor damit Millionen. Foto: apa Nobelhotel in Velden: Hypo verlor damit Millionen.

Wlaschek, der zu den reichsten Österreichern zählt, kann mit dem Schlosshotel sein Portfolio an Prunk-Immobilien erweitern: Seinen Privatstiftungen gehören unter anderem die Wiener Palais Kinsky, Ferstel und Harrasch sowie der Andromeda Tower.

Die Hypo kann mit dem Verkauf den Schlussstrich unter ein verlustreiches Investment ziehen. 2003 erwarb die Hypo das Schlosshotel samt 6,5 Hektar Grund für 22 Millionen Euro von Gunther Sachs. In den Folgejahren wurden 100 Millionen investiert - unter anderem in den Bau von Appartements, deren Verkauf zu Gewinnen führen sollte. Der damalige Hypo-Vorstand Wolfgang Kulterer sprach von einem "enormen touristischen Impuls für den Kärntner Tourismus".

Verluste

Der Plan Kulterers ist nicht aufgegangen. Die Investitionen stiegen auf 125 Millionen Euro, Gewinne kamen nicht. Zuletzt brachte der Hotelbetrieb drei Millionen Euro Verlust im Jahr ein. Rund 160 Millionen Euro kostete das Schlosshotel die Hypo. 50 Millionen bekommt die Bank jetzt dafür.

Mehr zum Thema

(kurier / Irmgard Kischko) Erstellt am
Posts anzeigen
Posts schließen
Melden Sie den Kommentar dem Seitenbetreiber. Sind Sie sicher, dass Sie diesen Kommentar als unangemessen melden möchten?