Wirtschaft
09.01.2018

Wizz Air stationiert drei Flieger in Wien

Nach der Niki-Pleite fliegt die ungarische Billigfluglinie Wizz Air bis Jahresende 17 Ziele von Wien an.

Der ungarische Billigflieger Wizz Air nützt die Lücke, die sich nach der Pleiten von Air Berlin und Niki aufgetan hat. Wizz Air wird im heurigen Jahr insgesamt drei Flugzeuge am Flughafen Wien stationieren, um unter anderem Urlaubsziele wie Malta, Bari, Valencia, Larnaca, Teneriffa oder Thessaloniki anzufliegen. Diese Destinationen waren in der Vergangenheit von Air Berlin und Niki bedient worden.

Wizz Air kündigte am Dienstag in einer Pressekonferenz an, den Flughafen Wien 2018 als neuen Standort etablieren zu wollen. Die ersten drei Routen sollen im April aufgenommen werden. Es handelt sich dabei im Ziele in Osteuropa: Danzig in Polen, Tuzla in Bosnien-Herzegowina und Varna in Bugarien. Im Juni folgen laut den Angaben Bari, Malta, Rom, Valencia und Tel Aviv sowie im November Billund, Bergen, Dortmund, Kutaissi, Larnaca, Nis, Ohrid, Teneriffa und Thessaloniki.

Wizz Air sucht in Wien Bordpersonal

Insgesamt sind es 17 Flugverbindungen, die Wizz Air im Laufe des Jahres von und nach Wien aufnehmen will. Die Airline spricht von einer Investition von 276,5 Mio. Euro und 120 neuen Arbeitsplätzen. Die Personalrekrutierung sei bereits angelaufen, noch diesen Freitag und Samstag werde gezielt nach Piloten gesucht, auch Flugbegleiter sind eigene "Tage der offenen Tür" geplant.

Im Juni 2018 wird der erste Airbus A320 in Wien stationiert, zwei weitere etwas größere A321 sollen im November folgen. Ende 2018 sind es den Expansionsplänen zufolge pro Woche 69 Flüge, die vom Wiener Airport aus absolviert werden. Mit Wien als neuestem Standort bedient Wizz Air damit 145 Ziele in 44 Ländern, hieß es in einer Aussendung.

Aggressiver Wachtumskurs

Wizz Air befindet sich derzeit auf einem aggressiven Wachstumskurs. Im aktuellen bis Ende März laufenden Geschäftsjahr werden 30 Millionen Fluggäste angepeilt. Im Vorjahr waren es 24 Millionen. Binnen neun Jahren sollen die Passagierzahlen jedoch verdreifacht werden, erklärte Unternehmenschef Jozsef Varadi Ende 2017.

In den kommenden neun Jahren will Varadi außerdem die Wizz-Air-Flotte von derzeit 87 auf 282 Maschinen mehr als verdreifachen. Mit 300 Flugzeugen seien jährliche Passagierzahlen von mehr als 100 Millionen möglich. Die Belegschaft soll sich nach Varadis Vorstellungen ebenfalls verdreifachen auf dann mehr als 10.000 Mitarbeiter.