Energiewende: "Wir sind darauf nicht vorbereitet"

Windkraftanlage der Energie Burgenland in Neusiedl am See.
Der bisherige E-Control-Vorstand Andreas Eigenbauer hält es für sehr unwahrscheinlich, dass Österreich seine Ziele für den Ausbau von erneuerbaren Energieträgern erreichen wird

Andreas Eigenbauer war fünf Jahre Vorstand der Energiekontrollbehörde E-Control. In diesem Monat ist sein Vertrag ausgelaufen. Eigenbauer hat an der Technischen Universität Wien Energietechnik studiert. Vor seiner Tätigkeit für die E-Control war er Leiter der Magistratsdirektion Strategische Energieangelegenheiten in Wien.

KURIER: Den Unternehmen fehlen für die Montage von Fotovoltaikanlagen die Handwerker. Wie sollen so die Ziele für die Energiewende erreicht werden?

Andreas Eigenbauer: Das Thema lautet, ist Struktur überhaupt reif für die Ausbauziele? Wenn man die Ausbauziele tatsächlich erreichen will, müsste man die Hälfte der Energieerzeugung in Österreich neu bauen. Das wäre mengenmäßig eine Revolution. Die Wahrscheinlichkeit, dass uns das gelingt, hält sich in Grenzen. Die Ziele sind so hoch, dass wir nahezu Tag und Nacht Infrastruktur bauen müssten. So müssten jeden Tag mehr als 300 neue Ladepunkte für E-Autos errichtet werden.

Wir lassen uns zu viel Zeit?

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