Nur jedes zehnte Unternehmen hat Russland verlassen

Moscow International Business Centre
Zwei Jahre nach Kriegsbeginn machen viele westliche Unternehmen unverändert gute Geschäfte in Russland, zeigt eine Aufstellung von Wirtschaftsforschern.

Seit Beginn des russischen Angriffskrieges haben sich 9,5 Prozent der ausländischen Firmen aus Russland zurückgezogen. Weitere 32 Prozent haben ihre Aktivitäten im Zuge von Krieg, politischem Druck und internationalen Sanktionen reduziert. Das ist das Ergebnis einer Erhebung, die das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleich (wiiw) zusammen mit dem Kieler Institut für Weltwirtschaft, dem ifo Leipzig und dem Wirtschaftsforschungsinstitut (Wifo) im Auftrag des deutschen Ministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz durchgeführt hat (Daten: Februar 2024).

Heruntergebrochen auf einzelne Länder fällt auf, dass es eine klare Korrelation mit der außenpolitischen Haltung der jeweiligen Regierungen gibt, sagt Vasily Astrov, Russland-Experte am wiiw und Autor des Berichts, zum KURIER. „Am einen Ende des Spektrums finden sich die skandinavischen Länder“, am anderen seien etwa Indien, China und die Türkei.

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