© Reinhard Vogel

Halbjahresbilanz
08/20/2013

Wienerberger baut im Halbjahr 31 Millionen Verlust

Lahme Konjunktur und langer Winter sorgen beim Ziegelriesen für schlechten Geschäftsgang.

von Andreas Anzenberger

Vor allem zwei Gründe nannte Wienerberger-Chef Heimo Scheuch für die durchwachsene Bilanz des ersten Halbjahrs 2013. Wegen der schwachen Konjunktur und des Wetters ist der Verkauf von Ziegeln gesunken. In der Baubranche schlagen konjunkturelle Schwankungen besonders stark durch. Daher gab es im ersten Halbjahr für den Weltmarktführer bei der Ziegelherstellung von Jänner bis Juni 2013 einen Netto-Verlust von 31 Millionen Euro. Der Aktienkurs sank am Dienstag um 2,7 Prozent.

Geringe Nachfrage

Der lange Winter und die lange Regenperiode mit Überschwemmungen im Frühjahr haben ebenfalls zur geringen Nachfrage beigetragen. Vor allem das für Wienerberger besonders profitable Geschäft mit Dachziegeln ging deutlich zurück.

Allerdings können die Bilanzzahlen der ersten sechs Monate dieses Jahres nicht so einfach mit den Zahlen für das erste Halbjahr 2012 verglichen werden. Wegen der Übernahme des Rohrherstellers Pipelife gab es Einmaleffekte, die etwa im ersten Halbjahr 2012 zu einem Gewinn nach Steuern von 24,3 Millionen Euro geführt haben. Natürlich ist auch der Umsatz gestiegen.

Wienerberger versucht mit Pipelife auch einen Geschäftsbereich abzudecken, bei dem konjunkturelle Schwankungen weniger stark wirksam werden. Rohre werden schließlich nicht nur für den Wohnungsneubau verwendet, sondern auch für Industrieprojekte. Derzeit beträgt der firmeninterne Anteil der Rohre und Pflastersteine knapp unter 30 Prozent des Gesamtumsatzes.

Für das zweite Halbjahr rechnet Scheuch vor allem in Europa mit „einem stärkeren Geschäft im Ziegelbereich“. Bis 2016 sollen durch den Verkauf bereits stillgelegter Werke etwa 100 Millionen Euro eingenommen werden.

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