Mode aus Vorarlberg: Wolford verkauft vor allem im Export

© REUTERS/ARND WIEGMANN

Wolford
03/17/2017

Wieder Rote Zahlen für Strümpfe aus Vorarlberg

Konzern schreibt in einem schwierigen Umfeld Verluste. Die Probleme sind teils hausgemacht.

von Simone Hoepke

Die wirtschaftliche Entwicklung ist nicht so glänzend wie das Image der Marke. Bei Wolford ist zuletzt einiges nicht ganz glatt gelaufen – etwa die Umstellung des Warenmanagements und des Vertriebs. Die Ware war schlicht nicht dort, wo sie der Kunde gekauft hätte. Sie musste teuer nachproduziert werden oder lag wie Blei in den Lägern. Das spiegelt sich in den Zahlen des laufenden Geschäftsjahres wider.

Nach den ersten drei Quartalen (Mai 2016 bis Jänner 2017) schreibt der Vorarlberger Strumpfwarenhersteller einen Verlust nach Steuern von 5,7 Millionen Euro (nach 0,7 Millionen im Vorjahreszeitraum). Der Umsatz gab um 7,5 Prozent auf 119 Millionen Euro nach. Daran konnte auch das verhältnismäßig gut gelaufene dritte Quartal nichts mehr ändern, in dem sich Umsatz und Ergebnis besser entwickelt haben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Wolford-Manager einen Verlust von acht bis zehn Millionen Euro.

Umkämpfter Markt

Wolford macht mehr als die Hälfte seines Umsatzes mit Strümpfen. Der Konzern hat sich klar in der Luxus-Liga positioniert, wo es so gut wie keine internationalen Konkurrenten gibt. Die Mitspieler kommen aus ein paar Preisklassen darunter. Sie heißen unter anderem Calzedonia oder Falke. "Falke ist derzeit gut unterwegs und vor allem in deutschen Kaufhäusern gut vertreten", erläutert ein Branchenkenner. Aber auch die Konkurrenz von H&M oder Zara schläft nicht.

Dazu kommt, dass Kaufhaus-Manager immer weniger Gefallen an Strümpfen finden. Sie räumen gut frequentierte Flächen lieber für Taschen und Accessoires der Luxuslabels frei, haben auch Wolford-Manager schon moniert. Der Konzern macht immerhin zwölf Prozent seines Umsatz in Kaufhäusern, der Großteil des Geschäfts kommt aber aus den eigenen Läden (46 Prozent), viele davon auf Flughäfen.

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