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England
09/06/2016

Weltmeisterschaft im Pflügen: Österreich als Mitfavorit

Die Wettkämpfe beginnen am Wochenende, derzeit wird noch trainiert.

Am 10. und 11. September tritt die weltweite Pflüger-Elite in York, England, zur bereits 63. Weltmeisterschaft im Pflügen an. Bis dahin ist jedoch noch ein intensives Training für die Teilnehmer angesagt. Für Österreich sind heuer Philip Bauer und Josef Kowald am Start. Um die Pflügernation bestmöglich zu vertreten, nutzen die beiden die Gegebenheiten vor Ort, um sich auf den bevorstehenden Wettkampf optimal vorzubereiten. Die Erwartungen sind hoch, denn Österreich gilt neben Irland als die weltbeste Pflügernation.

Beide Teilnehmer können bereits viele Erfolge im Leistungspflügen vorweisen. Der 29-jährige Junglandwirt Josef Kowald war bereits bei mehreren Bundesentscheiden erfolgreich, bevor er sich 2015 das WM-Ticket holte. Auch der 23-jährige Philip Bauer ist in der Pflüger-Szene kein Unbekannter - er holte sich bei insgesamt vier Bundesentscheiden einen Stockerlplatz und konnte sich 2015 für die WM qualifizieren.

Training seit Mittwoch

„Der Traktorentransport nach England hat reibungslos funktioniert und so konnte mit dem Training bereits Mittwochfrüh begonnen werden. Nach einer intensiven Vorbereitungsphase in Österreich können wir nun erstmals hier in England trainieren. Es ist gut, dass wir noch genügend Zeit haben, um uns vorzubereiten, somit können wir uns noch besser auf den englischen, sehr sandigen Boden einstellen“, so Kowald, der der bevorstehenden WM sehr positiv entgegenblickt. Für die beste Vorbereitung der beiden Teilnehmer sorgen das Trainer- und Betreuerteam Hermann Altmann, Josef Heigl, Mario Schildendorfer und Franz Bauer.

Können und hartes Training sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg im Pflügerwettkampf, ebenso wie die perfekte technische Ausrüstung. Hier kann das österreichische WM-Team auf die beste Unterstützung zählen. Ein besonderer Dank gilt den Sponsoren Mitas, CNH Steyr, Genol und der Österreichischen Hagelversicherung.

Worauf es ankommt

Das Pflügen zählt seit jeher als die größte Herausforderung unter den landwirtschaftlichen Bewerben. „Dabei sind vor allem die Tiefe der Furche, die gleichmäßigen Abstände und die einwandfreie mechanische Koordination durch die Pflüger, die entscheidenden Einflussfaktoren, welche die Spreu vom Weizen trennen“, so Thomas Reisinger, Bundesleiter Stellvertreter der Landjugend Österreich.

Die Pflüger-WM wird von der Weltpflügerorganisation (WPO) jedes Jahr in einem anderen Land veranstaltet. Rund 30 Nationen mit 60 Startern sind bei der Weltmeisterschaft teilnahmeberechtigt. Die internationale Delegation (Starter, Trainer, Betreuer, Schiedsrichter u.a.) umfasst dabei rund 500 Personen. „Österreich zählt bei der jährlich stattfindenden Weltmeisterschaft stets zu den ganz großen Favoriten“, berichtet Reisinger.

Um die daheimgebliebenen Pflügerfans auf dem Laufenden zu halten, wurde eine eigene Pflügerpage eingerichtet. Diese bietet zahlreiche Hintergrundinformationen und Bilder vom Training in England. Die Landjugend Österreich ist mit rund 90.000 Mitgliedern die größte Jugendorganisation des ländlichen Raums. Der Fokus der Landjugend liegt in der Weiterbildung ihrer Mitglieder und in der aktiven Gestaltung des ländlichen Raums. Sie betreut unter anderem den anerkannten auf ZAQ-zertifizierten Lehrgang, eine Ausbildung im jugend- sowie freizeitpädagogischen Bereich und bietet als einzige Stelle in Österreich landwirtschaftliche Fachpraktika im Ausland an. 2016 widmet sich die Landjugend im Speziellen dem Themenschwerpunkt „Zusammen halten - Land gestalten“.

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