Wirtschaft
31.07.2012

"Weiße Schachteln" drohen schon ab 2012

Wenn es um Zigaretten geht, sind 81 Prozent der Österreicher generell gegen Bevormundung seitens der EU.

Gegen Bevormundungen durch die EU wehrt man sich in Europa immer heftiger. Waren es früher die Krümmungsradien der Gurken, die für Unmut gesorgt haben, sind es nun geplante Einschränkungen und Verbote im Konsumbereich: So will die EU 2012 den Rauchern das Leben mit "weißen Zigarettenschachteln" verlängern.

Wie die Österreicher darüber denken, zeigt eine Umfrage des Institutes Karmasin. Demnach sind 81 Prozent gegen Bevormundungen durch die EU bei Tabak, Alkohol oder Fetten.

57 Prozent - darunter auch alle Nichtraucher - finden den bestehenden Nichtraucherschutz ausreichend. Gegen neutrale Zigarettenpackungen sprechen sich 60 Prozent aus. Nichtraucher lehnen weiße Packungen zu 53 Prozent ab. Mehr als die Hälfte aller Befragten meint, dass die derzeitigen Warnungen auf den Packungen ausreichen.

Wie Untersuchungen in Australien zeigen - dem ersten Land, das "plain packing" eingeführt hat - halten diese Jugendliche nicht vom Rauchen ab. In Irland hat das Präsentationsverbot den Raucheranteil sogar um sieben Prozent erhöht. Für heimische Trafikanten ein eindrucksvoller Beweis, dass derartige Regelungen nicht greifen und unnötig sind. Immerhin gehe es um die Existenz von 7000 Trafikanten und 1,5 Mrd. Euro Tabaksteuer für den Fiskus. Wenig schmeichelhaft sind für die EU auch die weiteren Umfrageergebnisse: Die EU kann die Finanz- und Schuldenprobleme nicht lösen (59 %), die EU hilft Österreich bei der Globalisierung (nur 15 %). Stolze 85 Prozent wollen dagegen, dass Konsumthemen von Österreich selbst entschieden werden.