Fritz Poppmeier übernimmt ab 2021

© SPAR/HELGE KIRCHBERGER Photography

Wirtschaft
06/26/2020

Wechsel an der Spitze von Spar

Der langjährige Spar-Chef Drexel übergibt den Vorsitz mit Jahresanfang 2021 an Fritz Poppmeier.

Beim Salzburger Familienkonzern Spar ist die Nachfolge streng geregelt. Die Statuten sehen ein Alterslimit von 65 Jahren vor, die Chefs kommen immer aus den Gründerfamilien. Nach 31 Jahren im Spar-Vorstand wird Gerhard Drexel (64) per Jahresende aus dem Vorstand ausscheiden und Anfang 2021 in den Aufsichtsrat des Handelskonzerns wechseln und dort den Vorsitz übernehmen.

Der langjährige Spar-Chef und -Miteigentümer übergibt den Chefsessel an den zehn Jahre jüngeren Fritz Poppmeier (54), Sohn des Spar-Gründers Fritz Poppmeier, gab das Unternehmen bekannt.

Auch sein künftiger Stellvertreter Hans K. Reisch (58) entstammt den Gründerfamilien. Der Handelskonzern Spar gehört zu 93 Prozent den Familien Drexel, Poppmeier und Reisch, den Rest besitzen einzelne Privatpersonen. Neu in den Vorstand kommen Marcus Wild, Markus Kaser und Paul Klotz. Rudolf Staudinger wird nach 36 Jahren bei Spar und nach 18 Jahren im Vorstand ebenfalls per Ende des Jahres mit 65 Jahren aus dem Vorstand ausscheiden.

Anders als andere Handelsmanager scheute Drexel keine Konfrontation und nahm sich kaum je ein Blatt vor den Mund. Er wetterte lautstark gegen Freihandelsabkommen wie CETA und TTIP, erst Anfang des Jahres zog er sich den Protest der Bauern zu, als er ein "Handelsbashing" durch Agrar-Funktionäre kritisierte.

2014 trug Drexel öffentlich einen Konflikt mit dem Chef der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB), Theodor Thanner, aus. Es ging um vermutete Preisabsprachen. Ende 2015 folgte der Paukenschlag: Spar wurde vom Kartellobergericht zu einer Rekordstrafe von 30 Mio. Euro verdonnert. Es war eine der höchsten Kartellstrafen in der österreichischen Geschichte. Im Jahr darauf, 2016, musste der Handelskonzern weitere rund 10 Mio. Euro bezahlen.

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