Die strömungsliebenden Fischarten sind auf kaltes und sauerstoffreiches Wasser angewiesen.

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Fischerei
02/24/2016

Wärmere Gewässer: Unsichere Zukunft für Forelle und Co.

Wasserknappheit und -erwärmung setzen den österreichischen Fischbeständen zu.

Fischer warnen vor den Folgen von Wasserknappheit und -erwärmung für heimische Fischarten. "Die Niedrigwasserstände des Jahres 2015 geben der Fischerei einen Vorgeschmack auf eine unsichere Zukunft etwa für Forelle und Co.", teilten Fischereiverbände aus Österreich und Bayern vor der am Donnerstag in Salzburg beginnenden Jagd- und Fischereimesse mit.

Ohne Schnee kein Schmelzwasser

Der bisherige Winter sei viel zu trocken verlaufen. "Der vielerorts mangelnde Schnee wird das Problem in den Fließgewässern noch verstärken, Schmelzwässer im Frühling fehlen", schrieben die Verbände in einer gemeinsamen Erklärung.

Im vergangenen Sommer hätten sich die Pegel bereits historischen Niedrigmarken genähert und die Lebensbedingungen der heimischen Fischarten dadurch dramatisch verschlechtert. "Sollten sich solche Wetterphänomene dauerhaft einstellen, wird das die gesamten Fischregionen im alpinen und voralpinen Raum durcheinanderbringen", warnen die Verbände. "Die Forellen ziehen sich weiter in die Bergregionen zurück, die Äschen folgen ihnen, und auch die Barbenregion schiebt sich näher an die Berge heran."

Fische wandern in kältere Regionen

Der Grund: Die strömungsliebenden Fischarten sind auf kaltes und sauerstoffreiches Wasser angewiesen. In den Bergen erwärmen sich Flüsse und Bäche weniger als im voralpinen Bereich. Die Fische wandern in kältere Regionen ab. "Die Fischerei versucht mit Abfischungen zu retten, was zu retten ist, bevor Gewässer trocken fallen und Fische verenden", erläuterte der Präsident des Fischereiverbandes Oberbayern, Franz Geiger.

Zur Website des Österreichischen Fischereiverbands

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