Wirtschaft
13.11.2018

Wärmepumpe ist die günstigste Heizung im Einfamilienhaus

Der Bund und die Länder zahlen Prämien für den Öl-Ausstieg. Eine neue Heizung kann sich rentieren.

Eine neue Heizung kann sich rentieren. Knapp war es schon bisher. Aber heuer ist die Wärmepumpe Luft/Wasser zum ersten Mal die kostengünstigste Heizung beim Neubau eines Einfamilienhauses. Knapp dahinter auf Platz 2 folgt Erdgas. Am teuersten ist nach wie vor eine Ölheizung.

Auch bei thermisch sanierten Altbauten ändert sich nichts an dieser Reihenfolge. Nur bei thermisch unsanierten, alten Gebäuden ist Stückholz am günstigsten.

„Wir haben einen Vollkostenvergleich durchgeführt“, betont der Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, Peter Traupmann. Es wurden daher sowohl die Kosten für die Installation der Anlage als auch die Ausgaben für die Wartung und die verbrauchte Energie berücksichtigt. Bei einer thermischen Sanierung alter Wohnungen lassen sich laut Energieagentur bis zu 50 Prozent der Heizkosten einsparen. Wenn man 5000 Euro Bundesförderung für den Öl-Ausstieg mitrechnet, ist der Umstieg auf eine Wärmepumpe Luft/Wasser die billigste Heizung. Es macht also Sinn, über einen Umstieg nachzudenken.

Ballungszentren

In den Ballungszentren werden nur wenige Einfamilienhäuser gebaut. Hier dominiert der mehrgeschossige Wohnungsbau. In Wien etwa beträgt der Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern lediglich ein paar Prozent.

Im mehrgeschossigen Wohnbau gibt es derzeit vor allem Gasthermen und Fernwärmeanschlüsse. Der großflächige Ausbau der Fernwärme ist zu teuer. Daher werden nach wie vor Gasthermen eingebaut.

Beim -Ausstoß sind Erdgas und Öl natürlich die Schlusslichter. Fernwärme macht nur dann Sinn, wenn die Wärme von erneuerbaren Energieträgern kommt. Laut einer Statistik der Energieagentur haben Stückholz und Pellets die geringsten -Emissionen. Das ist deshalb so, weil in der Statistik die -Reduktion durch nachwachsende Bäume gegengerechnet wurde.