Wolfgang Eder: „40 Prozent des Umsatzes außerhalb Europas“

© Reuters/LEONHARD FOEGER

Weichen
02/04/2014

voestalpine will Umsatz in Asien verdreifachen

Stahlkonzern verhandelt zweites Werk in China - Mexiko immer attraktiver.

von Andrea Hodoschek

Die 47.700 Mitarbeiter große, börsenotierte voestalpine will bis 2020 bereits 40 Prozent ihres Umsatzes außerhalb Europas erwirtschaften. In China verhandelt die voestalpine mit dem Eisenbahnministerium den Bau eines zweiten Weichenwerkes, gab Konzernchef Wolfgang Eder bekannt. Seit 2006 werden in China „sehr erfolgreich“ Weichen für Hochgeschwindigkeitszüge produziert. Jetzt will Eder in China Schwerlast-Weichen herstellen, etwa für den Bergbau. Die Investition bezifferte Eder mit 40 bis 60 Millionen Euro.

Bis 2020 will die voestalpine, die sich nur noch zu 30 Prozent als Stahlkonzern und schon zu 70 Prozent als Technologie-Unternehmen definiert, den Umsatz in Asien von derzeit 700 Millionen Euro verdreifachen. Mindestens 15 neue Werke sind geplant, 400 bis 500 Millionen Euro werden investiert.

Der Bau des neuen Werkes in Texas läuft zeitlich und budgetär nach Plan, 2015 soll der Standort in Betrieb gehen. Für Ende März rechnet Eder mit dem Abschluss der Umweltprüfung. Ausgenommen der Werte für den CO2-Ausstoß seien die Umweltstandards in Texas höher als in Europa und die Genehmigungsverfahren transparenter. Eder rechnet mit weiter sinkenden US-Gaspreisen und will den Umsatz in Nordamerika von derzeit 850 auf drei Milliarden Euro steigern.

Stichwort De-Industrialisierung Europas: Eine „immer attraktivere Option“ für künftige Investitionen ortet Eder in Mexiko. Die kürzlich erfolgte Freigabe des Energiemarktes verstärke die positiven Aussichten, die Stabilität sei wegen der zahlreichen US-Investitionen gesichert. In Indien dagegen will Eder lieber nicht investieren.

Die Stahlkocher sind hinter ArcelorMittal und ThyssenKrupp die Nummer drei in Europa. Doch schon 44 Prozent des Umsatzes erzielt die voestalpine im Bereich Mobilität, 16 Prozent im Energiesektor. Diese beiden Standbeine sollen bis 2020 auf 70 Prozent gesteigert werden. Der gesamte Konzernumsatz soll bis 2020 von jetzt 11,5 auf 20 Milliarden Euro hochgefahren werden – vorausgesetzt, das Wirtschaftswachstum normalisiert sich weltweit ab 2015.

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