Akuteller Vamed-Auftrag im Maskat/Oman: Das Royal Police Hospital mit 458 Betten soll Ende 2020 fertig sein

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Wirtschaft
04/04/2019

Vamed: Mit 192.000 Betten zu Umsatz- und Ergebnisrekord

Die Übernahme von 38 deutschen Einrichtungen sowie neue Projekte im In- und Ausland kurbeln das Geschäft an.

von Simone Hoepke

Der Gesundheitsdienstleister Vamed ist 2018 laut eigenen Angaben so stark gewachsen wie nie zuvor. Grund dafür ist vor allem die Übernahme von 38 Post-Akut-Einrichtungen in Deutschland, die bisher zum Schwesterunternehmen Helios gehört haben. Helios wolle sich künftig mehr auf den Akutklinikbereich spezialisieren. Vamed ist schon jetzt der größte Anbieter von Reha- und Pflegeeinrichtungen in Europa, betont Vamed-Vorstandsvorsitzender Ernst Wastler. Wie viel die Übernahme der 38 Einrichtungen gekostet hat, will er nicht verraten. Es sei „ein fairer Marktpreis“ gewesen.

Der Umsatz der Vamed-Gruppe ist im Vorjahr unter dem Strich um 38 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro nach oben geschnellt, um die Übernahmen bereinigt betrug das Plus immerhin 17 Prozent. Das Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) legte um 45 Prozent auf 110 Millionen Euro zu.

„Weltweit betreuen wir jetzt 840 Einrichtungen mit insgesamt 193.000 Betten“, sagt Wastler. Zur Größenordnung: Die Bettenzahl entspricht damit der 100-fachen Bettenzahl des Wiener AKH oder der dreifachen Menge aller Krankenhausbetten in Österreich. Zum Erfolgskonzept des Konzerns gehört, dass er sowohl im Projekt- als auch im Dienstleistungsgeschäft tätig ist.

Krankenhäuser werden also nicht nur gebaut, sondern auch betrieben, die Mitarbeiter geschult, die Anlagen serviciert. Das heißt, das Projektgeschäft initiiert das Dienstleistungsgeschäft. Wobei letzteres nicht zuletzt wegen der Vertragslaufzeiten, die über Jahrzehnte gehen können, interessant ist. 2018 stieg der Dienstleistungsanteil am Gesamtumsatz von 51 auf 58 Prozent.

Internationale Aufträge

Im Vorjahr hat die Vamed Krankenhaus-Projekte in Angola, China, Indonesien, Nicaragua, Oman oder Trinidad-Tobago an Land gezogen. Der Auftragsbestand liegt mit 2,4 Milliarden Euro auf einem Rekordniveau und 13 Prozent über dem Vorjahreswert. Größter Markt bleibt mit einem Umsatzanteil von 78 Prozent Europa.

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