Das Geschäft mit der Liebe: Der Valentinstag im Handel

Blumen, Schokolade und Parfüm. Der Ansturm auf Geschenke für die Liebsten ist dieser Tage groß.
Eine herzförmige Schachtel Pralinen mit verschiedenen Farben und Mustern, umgeben von einem weißen Band und roten Blütenblättern.

Von Jasmin Sharma

Mehr als zwei Drittel der Österreicher planen dieses Jahr jemanden zum Valentinstag zu beschenken. Das geht aus einer Befragung der Wirtschaftskammer Österreich hervor. Der Tag der Liebe ist ein wichtiger Impuls für den Handel. 200 Millionen Euro Umsatz erhofft man sich dieses Jahr laut Handelsverband. Im Schnitt geben die Österreicher 85 Euro für den Valentinstag heuer aus. 

Blumen als Top-Geschenk

Blumen werden nach wie vor am meisten verschenkt. 49 Prozent der Menschen greifen auf Schnittblumen und Topfpflanzen als Geschenk zurück. Für Blumenhändler bedeutet die Woche vor dem Fest der Liebe besonders eines: Ware aufstocken. Bei Ingrid und Slavko Kovacic im „Blumenatelier“ im 19. Bezirk ist in dieser Woche fast die ganze Auslage in Rosa und Rot gehalten. Diese Woche ist besonders viel los. 

Viele bunte Blumensträuße in weißem Papier verpackt liegen nebeneinander.

Jeder Blumenstrauß bedeutet ein „Danke“ an die beste Mama der Welt.

„Die klassische rote Rose ist nach wie vor die Top-Blume für den Valentinstag“, sagen die Besitzer im Gespräch mit dem KURIER. 
Die Rosen bestellt der Blumenladen schon im Dezember  in großen Mengen vor. Diese sind vor dem Valentinstag  um etwa 60 Prozent teurer als sonst im Jahr, das liege aber am Einkaufspreis. Die Händler kaufen in Hinblick auf das Fest ihr normales Sortiment ein, aber in erhöhter Menge. 
Für den Blumenhandel ist der Valentinstag  nach den Winterwochen ein erstes Aufatmen, so Slavko Kovacic. Im Jänner falle das Geschäft  normalerweise eher schwach aus, doch der Ansturm auf Blumen für den Valentinstag könne die entgangenen Umsätze wiedergutmachen. 

Exklusive Angebote

Auch der Pflanzenhandel Bellaflora, der eigentlich Topfplanzen und -blumen anbietet, verkauft exklusiv Blumensträuße für den Valentinstag. Aber auch das reguläre Sortiment wird aufgestockt: „Besonders gefragt sind Orchideen, Rosen, Calla und Einblatt“, teilt das Unternehmen auf KURIER-Anfrage mit. Für Bellaflora markiert der Valentinstag neben dem Liebeszweck zudem den "Start in die aktive Pflanzen- und Gartensaison 2026."

Schokolade auf Vorrat

Für die Wiener Schokoladenmanufaktur Xocolat bedeutet der Feiertag eine gezielte Vorbereitung auf die Kundenwünsche: „Im Fokus stehen dabei unsere herzförmigen Pralinenschachteln sowie Tafelschokoladen mit liebevollen Valentinsgrüßen“, so Nicolas Schobesberger von Xocolat. Trends sollen sich laut der Manufaktur auch beim Schokoladenkauf zeigen. Einerseits wünschen sich heute mehr Menschen innovative Geschmackserlebnisse. Andererseits bringt die Kundschaft mehr Wissen und Neugier über die Herkunft und Herstellung des Kakaos mit. Für Xocolat ist der Valentinstag ein sehr wichtiger Verkaufstag.

Für Supermarktketten sei der 14. Februar kein allzu umsatzreicher Tag, erklärt Nicole Berkmann von Spar auf KURIER-Anfrage. Trotzdem hat Spar ein fixes Blumensortiment in den Geschäften. 
Auch Körperpflege und Kosmetikprodukte landen für den Valentinstag im Einkaufskorb (10 Prozent). Die Bipa-Filialen würden besonders Parfüme und Duftsets aufstocken, lässt die Rewe-Gruppe (Billa, Bipa, Adeg) wissen. Der „Wohlfühlfaktor“ gewinne  am Valentinstag jedenfalls immer mehr an Bedeutung. 

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