Sommertourismus wird von den Befragten optimistischer angesehen als im Vorjahr.

© APA/Maren Krings

Tourismus
11/26/2013

Urlauberrekord im Sommerhalbjahr

Die Zahl der Gäste erhöhte sich dank starker Nachfrage aus dem Ausland auf 20 Millionen.

Während am Dienstag in Wien die ersten Schneegestöber Lust auf den Winterurlaub machten, blickten die heimischen Tourismusbetriebe zufrieden auf die Nachfrage im Sommerhalbjahr 2013 (Mai bis Oktober) zurück. Mit einem Gästeplus von 2,6 Prozent auf 19,95 Millionen verbuchten sie einen Urlauberrekord, geht aus den vorläufigen Ergebnissen der Statistik Austria hervor.

Etwas weniger stark stieg die Zahl der Nächtigungen - diese legten gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf 66,44 Millionen zu. Bessere Ergebnisse erzielte die Branche aber nur in den Jahren vor 1995 (siehe Infografik).

Die Zuwächse heuer verdankt die Branche der regen Nachfrage aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland. Die Gästeankünfte aus dem Ausland erhöhten sich um 3,6 Prozent auf 13,01 Millionen, die inländische Urlauberzahl stieg um nur 0,7 Prozent auf 6,94 Millionen. Auch bei den Übernachtungen sorgten die ausländischen Urlauber mit einem Plus von 1,8 Prozent auf 46 Millionen für den spürbaren Zuwachs. Die Nächtigungen durch inländische Touristen gingen um 0,3 Prozent zurück.

Mitterlehner: Tourismus als Konjunkturstütze

"Der Tourismus bleibt eine wesentliche Konjunkturstütze", betonte Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) in Reaktion auf diese Bilanz. Der starke Zuwachs bei den ausländischen Gästeankünften sei zudem ein guter Indikator für die Wettbewerbsfähigkeit der Branche und "ein positives Signal" für den Winter 2013/14: "Wenn Wetter und Schneelage mitspielen, sollte Österreich seine Position als Wintersportland Nummer eins weiter ausbauen können."

Auch der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, ist angesichts des Ergebnisses entspannt: "Wir können damit zufrieden sein - der Westen und Wien sind die Gewinner". Die anderen Bundesländer - mit Ausnahme der Steiermark - hätten verloren, weil sie stark am Inlandstourismus hingen und dieser sei "je nach Wetter variabel".

Der heuer erzielte Nächtigungszuwachs von 1,1 Prozent sei jedenfalls nicht durch Preisnachlässe erzielt worden - ging also nicht zulasten der Umsätze, so der Branchensprecher. Anders die Situation in der Städtehotellerie: "Ich habe das Gefühl, dass sich die Hoteliers hier schwertun, die Preise durchsetzen zu können und sich zum Teil von den Buchungsplattformen erdrücken lassen", sagte Schenner.

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