Die Bankomat-Gebühren sind unterschiedlich hoch

© APA - Austria Presse Agentur

Wirtschaft
08/05/2021

Urlaub in Kroatien und Co.: Warnung vor Spesenfalle

Im Nicht-Euro-Raum kann das Bezahlen oder Geldbeheben via Debitkarte teuer werden.

Wohlverdient ist der diesjährige Urlaub nach langem Ausharren in den vergangenen Lockdowns. Doch die heiß ersehnte Erholung kann rasch ein unliebsames finanzielles Nachspiel haben - Stichwort Spesen. Die Arbeiterkammer (AK) warnt jetzt vor mitunter hohen Spesen beim Abheben mit der Debitkarte im Nicht-Euro-Urlaubsland.

Ein Rechenbeispiel: Wer in Kroatien umgerechnet rund 267 Euro, rund 2.000 Kuna, die kroatische Währung, mit seiner Debitkarte (landläufig als Bankomatkarte bezeichnet) abhebt, dem drohen je nach Bank Spesen in Höhe von bis zu fünf Euro. Außerdem können noch teure Wechselkurse dazukommen.

Etwaige Gebühren im Vorfeld erfragen

„Wer außerhalb des Euro-Raumes am Bankomat Geld abhebt, muss mit Spesen von bis zu ein Prozent vom behobenen Betrag zuzüglich einer Fixgebühr von bis zu 2,36 Euro rechnen“, erklärt AK KonsumentInnenschützer Christian Prantner. Er rät daher dazu, sich vor dem Urlaub mit der eigenen Bank in Verbindung zu setzen und zu erfragen, wie hoch die Gebühren für Bankomatbehebung im Nicht-Euro-Ausland ist. Vermeiden sollte man jedenfalls, Bargeld mit der Kreditkarte abzuheben - das könne bis zu 13 Euro kosten, so Prantner.

Um zu verhindern, dass sich Schwankungen des Wechselkurses nachteilig auf den letztlich abgebuchten Betrag auswirken, sollte man eine sofortige Umrechnung verzichten und eine Abrechnung in der Fremdwährung auswählen. "Der dafür verrechnete Wechselkurs ist nämlich meist günstiger als die sofortige Umrechnung des behobenen Betrages in Euro“, rät Prantner außerdem. Auch Einkaufen mit der Debitkarte in einem Nicht-Euro-Urlaubsland koste je nach Bank Spesen.

Vorsicht bei Drittanbietern

In Euro-Ländern hingegen fallen keine Spesen beim Zahlen und Abheben mit der Debitkarte an. Ausnahmen gibt es bei Geldbehebungen, nämlich wenn die Bankomaten von Drittbetreibungsgesellschaften betrieben werden. Im Regelfall werden die Spesen aber vor der Behebung am Display angezeigt. Diese Gesellschaften verrechnen aber auch in Österreich Behebungsgebühren, in Österreich im Falle von etwa 1,95 Euro.

Auch beim Einkauf mit der Kreditkarte im Inland und im Euro-Raum fallen keine Spesen an. Beim Einkauf außerhalb des Euro-Raums jedoch fällt eine Bearbeitungsgebühr (auch Manipulationsgebühr oder Manipulationsentgelt genannt) in Höhe von 1,5 bis zwei Prozent an.

Der KonsumentInnenschützer Prantner rät dazu, Kontoauszüge umgehend zu kontrollieren und strittige Buchungen sofort der Hausbank zu melden.

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