© Screenshot/Sinot

Wirtschaft
02/10/2020

600 Millionen: Hat Bill Gates die erste Wasserstoff-Yacht gekauft?

600 Millionen Euro soll die "Aqua" kosten. Sie wäre die weltweit erste Yacht, die mit Wasserstoff betrieben wird - doch der Hersteller widerruft entsprechende Informationen.

120 Milliarden Dollar ist Microsoft-Gründer Bill Gates schwer. Der Freund von Yachturlauben soll nun rund 600 Millionen Euro in die Hand genommen haben, um sich eine neue Superyacht zu kaufen. Das berichteten am Montagvormittag zumindest mehrere Medien übereinstimmend. Doch das niederländische Unternehmen Sinot, das die Yacht gebaut hat, widerruft die Information auf seiner Webseite.

"In den vergangenen Tagen erschienen in internationalen Medien mehrere Artikel, die behaupteten, dass Sinot Yacht Architecture & Design ihre Konzeptyacht 'Aqua' an Bill Gates verkauft hätte. Diese Artikel sind inhaltlich falsch", heißt es auf der Seite von Sinot.

Man wolle daher klarstellen: "Sinot hat keinerlei Geschäftsbeziehungen mit Herrn Gates". Das Schiff sei zudem noch im Entwicklungsstadium und nicht an Bill Gates verkauft worden. Man lade daher "jeden visionären Klienten" ein, "sein Interesse zu bekunden".

Fitness-Studio, Wellness-Bereich und Hubschrauberlandeplatz

Die Luxusyacht, die auf den Namen "Aqua" hört, ist 112 Meter lang, wird mit flüssigem Wasserstoff betankt und soll es bei einer Höchstgeschwindigkeit von 17 Knoten (30km/h) auf eine Reichweite von 6000 km bringen. Das weltweit erste, mit Wasserstoff betriebene Schiff, soll in vier Jahren zu Wasser gelassen werden.

Im Inneren der 112 Meter langen Yacht befinden sich fünf Decks, ein Fitness-Studio mit Wellness-Bereich inklusive Wassermassage und ein Beauty-Salon. An Deck findet sich ein Swimming-Pool und ein Hubschrauber-Landeplatz.

31 Besatzungsmitglieder und 14 Passagiere finden an Bord Platz.

Treibstoff mit -253 Grad gelagert

Das Schiff wird vom niederländischen Unternehmen Sinot gebaut – vorgestellt wurde die Yacht auf der Monaco Yacht Show.

Der Wasserstoff wird in zwei Tanks mit einer Temperatur von -253 °C gelagert. Brennstoffstellen erzeugen darauf Strom, der wiederum zwei 1MW-Motoren antreibt.

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