Toyota produziert mit 136.000 Mitarbeitern bereits zwei Millionen Autos jährlich in den USA.

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Autoindustrie
01/06/2017

Trump droht auch Toyota mit hohen Strafzöllen

Weil Toyota ein neues Werk in Mexiko und nicht in den USA plant.

Der künftige US-Präsident Donald Trump will die Re-Industrialisierung der USA offenbar mit Drohungen gegen internationale Konzerne vorantreiben. Am Donnerstag drohte er dem japanischen Autoriesen Toyota mit hohen Strafzöllen, sollte dieser ein Werk zur Produktion des Modells Corolla in Mexiko und nicht in den USA bauen. Wie üblich per Twitter: "Auf keinen Fall. Baut Werk in den USA oder zahlt heftige Strafzölle."

Toyota ist der erste ausländische Autobauer, dem Trump mit Strafzöllen droht, wenn Autos für den US-Markt in Mexiko hergestellt werden. Dabei geht es im Fall von Toyota gar nicht um die Absiedlung einer Produktion aus den USA, das Modell Corolla wird derzeit in Kanada gefertigt. Toyota hatte bereits im April 2015 den Bau des Corolla-Werkes im mexikanischen Bundesstaat Gunajuato angekündigt, wo 2019 jährlich 200.000 Autos vom Band laufen sollen.

Detail am Rande: Der japanische Autobauer produziert längst in den USA, mit 136.000 Mitarbeitern werden in zehn amerikanischen Werken in acht Bundesstaaten pro Jahr gut 2 Millionen Toyotas hergestellt.

Teil der US-Kultur

Die Reaktion von Toyota fiel kühl aus. Eine Konzern-Sprecherin wies darauf hin, dass durch die neue mexikanische Fabrik weder das Produktionsvolumen noch die Beschäftigung in den USA reduziert werde. Toyota sei fast 60 Jahren Teil der Kultur in den USA. Toyota-Chef Akio Toyoda sagte Reportern in New York, sein Unternehmen werde Trumps Entscheidung berücksichtigen. Er wolle sich um die Situation kümmern, wenn er sie besser verstanden habe. Die japanische Regierung stellt sich vor Toyota. Der Konzern sei in den USA sozial engagiert, sagte Handeslminister Seko. Er verwies auf die Arbeitsplätze japanischer Firmen in den USA.

Vor Toyota hatte Trump bereits den US-Autobauern General Motors und Ford mit Strafzöllen gedroht, wenn sie weiter Autos im benachbarten Billiglohnland Mexiko fertigen und in die USA importieren. Ford hatte daraufhin eine 1,6 Milliarden US-Dollar schwere Investition in ein geplantes neues Werk in Mexiko gestoppt und investiert in ein US-Werk.

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