Putin und Trump bei G20 in Osaka, Juni 2019

© APA/AFP/BRENDAN SMIALOWSKI

Wirtschaft
04/02/2020

Trump-Aussage zu Preiskrieg treibt den Ölpreis hoch

US-Präsident erwartet Einigung zwischen Saudis und Russen. Preise zogen von historischen Tiefs kurzzeitig um 20 Prozent an.

Äußerungen von US-Präsident Donald Trump haben den Ölpreis am Donnerstag wieder steigen lassen. Er erwartet, dass sich Saudi-Arabien und Russland im Ölstreit auf eine Förderkürzung einigen. Die Rede war von zehn Millionen Barrel - Trump hatte davor mit Russlands Präsidenten Putin und dem saudischen Kronprinzen gesprochen

Die Preise für die Rohölsorten Brent und WTI zogen zwischenzeitlich um in der Spitze bis zu 20 Prozent an. Dazu trug auch Chinas Plan bei, die staatlichen Ölreserven in der Krise mit günstigem Öl aufzufüllen.

Einigung erwartet

Trump sagte während einer Pressekonferenz in Washington am Mittwoch, er erwarte eine Einigung der rivalisierenden und weltweit größten Ölfördernationen Saudi-Arabien und Russland in ihrem derzeitigen Preiskrieg. Die Streitigkeiten und die geringe Nachfrage wegen der Corona-Pandemie haben den Ölpreis zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit 18 Jahren fallen lassen.

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Trump äußerte sich alarmiert über die Auswirkungen der Ölkrise auf US-Unternehmen, die den Rohstoff per Fracking gewinnen. "Wir wollen unsere großartigen Ölunternehmen nicht verlieren", sagte der Präsident. Er kündigte vor diesem Hintergrund ein Treffen mit Vertretern der US-Ölindustrie am Freitag an.

Treffen mit der US-Branche

Der US-Branchenverband American Petroleum Institut (API) erklärte, er habe das Treffen bei Trump organisiert. Aus Verbandskreisen verlautete, teilnehmen würden etwa die Chefs von ExxonMobil und Chevron und die Chefin von Occidental Petroleum, Manager von Devon Energy, Phillips 66 und Energy Transfer Partners.

Erdgas und Öl seien "entscheidend" beim Aufschwung der Wirtschaft nach der Corona-Pandemie, erklärte ein API-Vertreter. Er wies aber Berichte von US-Medien zurück, die Branche werde staatliche Hilfen fordern. "Wir wollen keine Subventionen der Regierung oder eine spezielle Einmischung angesichts des derzeitigen Absturzes am Markt."

Fracking in USA zu teuer

Der niedrige Ölpreis macht den US-Unternehmen stark zu schaffen, weil die Gewinnung von Öl per Fracking vergleichsweise teuer ist. Am Montag war der Preis für ein Barrel (159 Liter) Öl der US-Sorte WTI zeitweise unter 20 Dollar (rund 18 Euro) gefallen. Am Mittwoch stellte das Unternehmen Whiting Petroleum Corporation, das in den Bundesstaaten North Dakota und Colorado per Fracking Öl gewinnt, Insolvenzantrag.

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