Wirtschaft 28.01.2015

Tourismus jubelt über Rekord-Winterstart

Mehr Gäste zum Start der Saison, viele Buchungen für den Februar und der frühe Ostertermin machen die Touristiker für den Winter… © Bild: Gröger / Kärnten Werbung/Edward Gröger

Im November und Dezember kamen mehr Urlauber, die Bilanz für 2014 fällt aber negativ aus.

Der Start in den Winter war blütenweiß – gerade so, als hätte es zu den Skiopenings überall genügend Schnee gegeben. Im November und Dezember stieg die Zahl der Gästenächtigungen unterm Strich um 1,1 Prozent 15,1 Millionen. Damit startete der Tourismus mit einem Rekordwert in die Saison.

Fleißig dazu beigetragen hat allerdings die in Sachen Skitourismus eher unverdächtige Destination Wien. In der Bundeshauptstadt nächtigten im November und Dezember um 154.400 mehr Gäste als im Vergleichszeitraum des Vorjahres – ein Plus von 7,3 Prozent. Die Vorarlberger bekamen dagegen zum Saisonstart den Schneemangel zu spüren. Viele Skilifte und manche Hotels haben später geöffnet, Gäste den Urlaub angesichts der grünen Pisten storniert. Das Ergebnis: Knapp zehn Prozent weniger Gästenächtigungen im November/Dezember. Besser ging es den Tirolern, die mit einem Plus in die Saison gestartet sind.

Gäste reisen früher ab

Das Tourismusjahr 2014 schließt Österreich mit einem kleinen Minus ab. Zwar kamen mehr Gäste nach Österreich, aber sie blieben weniger lange. Bei den Ankünften weist die Statistik ein Plus von 1,9 Prozent 37,6 Millionen aus, wobei zwei Drittel der Urlauber aus dem Ausland anreisten. Im Vorjahr checkten allerdings weniger Deutsche und Niederländer in heimischen Betrieben ein, während die drittwichtigste Gästenation, die Schweizer, dank des starken Franken verstärkt in Österreich Urlaub gemacht haben. Prozentuell fiel das Nächtigungsminus bei den Russen am stärksten aus (-7,9 Prozent auf 1,8 Millionen).

Unterm Strich steht in der Bilanz ein Rückgang von 0,6 Prozent auf 131,9 Millionen Nächtigungen. Wirtschaftsminister Mitterlehner bezeichnet das Ergebnis „in Anbetracht der schwierigen globalen Rahmenbedingungen“ als „solide“. Tourismusobfrau Petra Nocker-Schwarzenbacher ist für den Februar, den wichtigsten Monat der Wintersaison, optimistisch. Die Buchungslage sei gut.

Erstellt am 28.01.2015