© Saalfelden Leogang

Studie
03/25/2014

Bergidylle schlägt Städtetrip

Erfolgreichste Urlaubsziele profitieren vom Bergdoktor und Mountainbike-Sport.

von Simone Hoepke

Der Bergdoktor aus der gleichnamigen Fernsehserie trägt auch zur Gesundheit von Hoteliers bei. Zumindest am Tiroler Drehort Wilder Kaiser. "Wir veranstalten zwei Fanwochen im Jahr, an denen jeweils rund 500 Gäste teilnehmen", erklärt Bettina Erber vom Tourismusverband. Die Serie habe die Zahl der Gästenächtigungen um fünf Prozent nach oben getrieben. Die Juni-Fanwoche – bei der einmal mehr auf den Spuren des Films gewandert wird – sei schon wieder gut gebucht.

Sportliche Sieger

"Am Beispiel Wilder Kaiser sieht man, wie wichtig die Filmförderung ist", sagt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV). Die Region ist unter den Top-Zielen in der ÖHV-Destinationsstudie 2014 gelandet. Auch weil viele Häuser von drei auf vier Sterne aufgerüstet haben – und damit nun höhere Preise erzielen. Bei der Entwicklung von Auslastung, Preis und Umsatz pro Bett zählt die Region gemeinsam mit Zell am See sowie Saalfelden/Leogang zu den Wachstumskaisern.

Zell am See hat zwar keinen Fernsehdoktor, sich aber bei Sportlern einen Namen gemacht. Unter anderem mit der Ironman, der 23.000 Nächtigungen und vier Millionen Euro Wertschöpfung in die Region gebracht hat.

Auch Saalfelden/Leogang hat sich spezialisiert – auf Mountainbiker, Läufer und Kletterer. Prestige in der Community bringt der Mountainbike-Weltcup, den sich die Region für drei weitere Jahre gesichert hat. Mittlerweile reist fast jeder zweite Gast im Sommer an, früher kamen zwei Drittel zum Skifahren. "Jetzt fahren die Urlauber auch im Sommer mit dem Fahrrad auf den Berg", sagt Daniela Neumayer vom Tourismusverband. Zum Teil mit der Gondel. 2013 ließen sich um 23 Prozent mehr Biker auf den Berg transportieren als im Jahr zuvor.

In der Destinationsstudie spiegelt sich auch das Bettenüberangebot in Städten wider, allen voran in Wien. Auslastung und Umsatz entwickeln sich weniger rosig. Im Österreich-Durchschnitt hat sich das operative Ergebnis verschlechtert, weil die Kosten steigen, sagt Franz Hartl, Chef der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank. Die einzelnen Betriebe sind aber schwer vergleichbar. Die Palette reicht von Hotels in Obertauern, die 130 Tage im Jahr offenhalten und in der Zeit eine Spitzenauslastung haben, bis zu Ganzjahresbetrieben mit mäßigem Geschäft.

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