Sport 2000 kauft für kommenden Sommer jedes zweite Rad in Europa

© dpa-Zentralbild/Hendrik Schmidt

Handel
12/05/2015

Starker Dollar hält Sportartikelhersteller auf Trab

Manche Hersteller zieht es zurück nach Europa.

von Simone Hoepke

Nicht nur die Liftkarten werden teurer, auch die Skiausrüstung. Schuld daran ist der hohe Dollar-Kurs, sagt Holger Schwarting, Vorstand der Fachhändlergemeinschaft Sport 2000. "70 Prozent der weltweiten Skitextilindustrie ist in China angesiedelt und die Fabrikanten stellen die Rechnungen in US-Dollar aus." Er geht von Preissteigerungen von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus.

Der teure Einkauf in US-Dollar führt nun bereits dazu, dass einige Firmen die Produktion zurück nach Europa holen, vor allem wenn es um die Herstellung von einfachen Textilien geht, bei denen nicht viele händische Arbeitsschritte notwendig sind. Schwarting: "Skianzüge sind komplizierter, sie werden weiter in Asien produziert, schon allein weil es dort entsprechende Maschinen gibt."

Einige Fahrradhersteller zieht es dagegen zurück nach Europa, vor allem nach Italien und Bulgarien, sagt Schwarting. "Wir kaufen schon die Hälfte unserer Räder wieder in Europa." Früher sei quasi alles aus Asien gekommen.

Der österreichische Sportfachhandel ist im Wesentlichen in Händen von Sport-2000-Händlern, Intersport, Hervis und Sports Direct (ehemals unter den Namen Sport Eybl und Sports Experts am Markt). Der Branchenumsatz wird unverändert mit 1,6 Milliarden Euro beziffert, dazu kommt eine weitere halbe Milliarde, die branchenfremde Händler umsetzen (wie Hofer, Lidl, Tchibo).

Starke Marken

Die Sport-2000-Gruppe ist laut eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 29 Prozent die Nummer eins in Österreich. Zur Gruppe gehören 210 Händler mit insgesamt 344 Geschäften und zuletzt einem Umsatz von 468 Millionen Euro. Der Großteil der Sport-2000-Händler ist in den Wintersportgebieten in Salzburg, Tirol und Vorarlberg und steht damit am Saisonanfang. 70 Prozent vom Umsatz werden mit nur zehn Marken gemacht. Die Markenhersteller drängen nun allerdings verstärkt mit eigenen Läden in die Einkaufsstraßen. Auch in Europa. In Asien oder den USA sind Handelskonzepte wie bei uns, bei denen es vom Fußballschuh bis zur Campingausrüstung alles gibt, nie üblich gewesen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.