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Spielzeug-Test: Kinderschleim enthielt Borsäure

Die Arbeiterkammer und Global 2000 ließen Produkte auf Chemikalien untersuchen.
Spielzeug vor Fenster

Die Arbeiterkammer Oberösterreich und die Umweltschutzorganisation Global 2000 haben 19 Kinderspielzeuge auf besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC - Substances of Very High Concern) untersuchen lassen. Nur eines der Produkte wurde als bedenklich angesehen. 

Die Konzentration der Chemikalie habe zwar nicht den Wert der EU-Spielzeugrichtlinie überschritten, aber es habe ein Versäumnis der Auskunftspflicht gegenüber dem Händler laut REACH-Verordnung gegeben, so Global 2000.

Die REACH-Verordnung der EU zur Stärkung des Auskunftsrechts für Konsumenten hat entgegen der Spielzeugrichtlinie strengere, nicht verbindliche Grenzwerte, führte die Umweltschutzorganisation weiter aus. Das beanstandete Produkt, ein Kinderschleim, habe nur jenen Wert überschritten. Es wurde darin die gesundheitsgefährdende Borsäure nachgewiesen. Der Hersteller habe es jedoch unterlassen, dies dem Händler mitzuteilen. Global 2000 rät Eltern, von ihrem Auskunftsrecht etwa mit Hilfe der "Scan4Chem-App" Gebrauch zu machen.

Bei den 19 Spielzeugen, die im stationären Handel sowie online erworben wurden, habe es sich um Produkte gehandelt, mit denen Kinder häufig Hautkontakt haben oder die in den Mund genommen werden können, so die AK. Das Ergebnis der Stichprobe zeige, dass die strengen Regularien der EU im Fall von Kinderspielzeug wirken, so das gemeinsame Resümee.

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