Wirtschaft
08.02.2017

So teuer ist Autofahren in Österreich

© Bild: Michael Andrusio

Der Großteil der Kosten sind Fixkosten mit wenig Möglichkeiten zum Einsparen. Vergleichsweise viel zahlen die Österreicher für die Versicherung.

Eine Erhebung des Fuhrparkmanagement-Spezialisten LeasePlan zeigt, was sich Herr und Frau Österreicher das Auto kosten lassen. Das Ergebnis: Rund 535 Euro geben Besitzer eines Klein- oder Mittelklasse-Pkw pro Monat im Schnitt für ihr Fahrzeug aus. Das ergibt der Car Cost Index von LeasePlan, der im Rahmen seines alljährlichen „Mobility Monitors“ Zukunftstrends rund um das Thema Mobilität analysiert.

Anschaffung, Wertverlust, Reparaturen und Instandhaltung, Versicherung, Steuern sowie Sprit sind monatliche Ausgaben, die das Portemonnaie jedes Fahrzeughalters belasten. "Bei den Mobilitätskosten lässt sich nur an wenigen Stellschrauben drehen, denn bei rund 84 Prozent der monatlichen Ausgaben handelt es sich um Fixkosten. Auf diese haben weder Privatpersonen noch Firmen großen Einfluss“, erklärt Nigel Storny, Geschäftsführer von LeasePlan Österreich. Auch die Entscheidung "Benzin oder Diesel?“ hat nur wenig Auswirkung auf die laufenden Kfz-Kosten. Da sich in den vergangenen Jahren die Spritpreise zunehmend angenähert haben, wird die kleine Ersparnis, die ein Diesel an der Zapfsäule bringt, von der höheren Steuer oft wieder aufgefressen.

Allerdings liegt Österreich mit 535 Euro im Monat im Europavergleich im Mittelfeld. In der Schweiz sind es 596 Euro und in Italien überraschend hohe 650 Euro, in Deutschland hingegen nur 468 Euro.

Europa-Vergleich

Teurer ist es auch laut dem Car Cost Index für Kfz-Besitzer auch in Dänemark und Norwegen. Durchschnittlich 708 Euro im Monat fallen in Norwegen für einen Klein- oder Mittelklasse Pkw – wie etwa einen Renault Clio, Opel Corsa, VW Golf oder Ford Focus – an. "Die zusätzlichen Mehrkosten lassen sich durch eine höhere Kfz-Steuer erklären. In Ländern wie Norwegen, in denen nachhaltige Mobilität im Fokus steht und Elektro- und Hybridantriebe stark subventioniert werden, sind die Kosten für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dementsprechend höher“, erklärt Storny. In Schweden sind es hingegen nur 555 Euro.

Wesentlich günstiger kommen Autofahrer in Osteuropa weg. In Ungarn, der Tschechischen Republik und Rumänien sind die Kosten für Diesel oder Benziner signifikant geringer und starten bei 364 Euro im Monat. In Ungarn sind die Spritkosten überhaupt die niedrigsten in ganz Europa, was auch für Österreicher, die im Nachbarland tanken wollen, wissenswert ist. In der Türkei wiederum sind die Werkstattbesuche am billigsten.

Spitzenreiter bei Versicherungskosten

Neben der Schweiz und Italien gehört Österreich im Ländervergleich zu den Spitzenreitern in Sachen Versicherungskosten. Privatpersonen empfiehlt Storny, sich Zeit zu nehmen, die unterschiedlichen Anbieter und Leistungen genau zu vergleichen. Unternehmen, die die Kosten ganzer Flotten tragen müssen, können mit einem Spezialisten an der Seite ihre Ausgaben drosseln: "Professionelle Fuhrparkmanager kennen den Markt wie ihre Westentasche und können die Unternehmensflotte ganz auf die Bedürfnisse und Anforderungen ihrer Kunden ausrichten. So lassen sich nicht nur bares Geld sparen, sondern auch viel Zeit und Nerven“, so Storny.