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Signa-Pleite: Staatsanwaltschaft klagt vier Ex-Manager wegen Millionenuntreue an

Zweckgebundene Darlehen über insgesamt zehn Millionen Euro sollen unbefugt innerhalb der Unternehmensgruppe umgeleitet worden sein.
Berlin-Mitte

Die Berliner Staatsanwaltschaft hat im Zusammenhang mit der Insolvenz des Immobilien- und Handelskonzerns Signa Anklage gegen vier ehemalige Mitarbeiter erhoben. Der Vorwurf: Untreue in Millionenhöhe. Einem 50-jährigen Manager wird laut Nachrichtenagentur Reuters vorgeworfen, zwischen Januar und Mai 2023 zweckgebundene Darlehen über insgesamt zehn Millionen Euro unbefugt innerhalb der Unternehmensgruppe umgeleitet zu haben. Der Mann war als Vertretungsberechtigter einer Signa-Gesellschaft tätig, die für die Entwicklung einer Immobilie gegründet worden war. Die Gelder waren an andere Firmen der Gruppe geflossen – obwohl sie projektgebunden waren.

Die Hintergründe

Ein 45-jähriger Mitbeschuldigter soll ihm dabei als Verfügungsberechtigter der Empfängerkonten geholfen haben. Zwei weitere Beschuldigte sollen bei zwei Überweisungen die Ausführung durch Mitarbeiter koordiniert und überwacht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Beihilfe zur Untreue vor.

Das Ergebnis: Mehr als 8,4 Millionen Euro der transferierten Gelder wurden nie an die ursprüngliche Gesellschaft zurückgezahlt. 

Das Landgericht Berlin muss nun über die Zulassung der Anklage entscheiden. Die Beschuldigten haben sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Die Berliner Anklage ist Teil der juristischen Aufarbeitung der größten Pleite der europäischen Wirtschaftsgeschichte. Zur Signa-Gruppe gehörten in Deutschland unter anderem das Luxuskaufhaus KaDeWe und die Warenhauskette Galeria.

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