Wirtschaft 13.04.2018

Sacher zieht in das Outlet Center Parndorf ein

© Bild: Kurier/Gerhard Deutsch

Das Designer Outlet Parndorf hat zu seinem 20. Geburtstag ein paar Überraschungen parat.

Als die britische McArthurGlen-Gruppe 1998 in Parndorf ein Fabrikverkaufszentrum eröffnete, ahnte noch niemand, dass es sich eines Tages zum größten in ganz Mitteleuropa entwickeln würde. Vor 20 Jahren startete das Designer Outlet Parndorf auf einer Fläche von 10.000 Quadratmetern mit 30 Geschäften, heute zählt der Standort 160 Designer Stores und nimmt eine Verkaufsfläche von 36.500 Quadratmetern ein. „Parndorf ist in den letzten Jahren einer der erfolgreichsten Standorte der gesamten Gruppe geworden“, sagt Center-Manager Mario Schwann. Das liege zum einen an der guten Lage im Drei-Länder-Eck und der guten Flughafenanbindung durch Wien und Bratislava, aber auch an der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Centers, einem guten Markenmix und dem Fokus auf Services.

Daher finden auch Kunden aus immer ferneren Ländern ihren Weg nach Parndorf. Chinesen und Südkoreaner sind bereits wichtige Shopping-Touristen, in letzter Zeit sind aber auch immer häufiger Inder und Israelis am burgenländischen Standort anzutreffen. Das Gros der Gäste kommt nach wie vor aus Österreich. 21 Prozent der Kunden stammen aus Wien, zwölf Prozent aus Niederösterreich und zehn Prozent aus dem Burgenland. Die Slowakei und Ungarn sind mit 17 beziehungsweise 15 Prozent ebenfalls prominent vertreten.

Breite Offensive

Aufgrund dieser internationalen Klientel braucht Schwann auch Mitarbeiter mit Fremdsprachenkenntnissen. Kein Wunder, dass 44 Prozent der Mitarbeiter aus Ungarn und der Slowakei stammen. 42 Prozent sind aus dem Burgenland, der Rest aus Wien und Niederösterreich. 1800 Menschen arbeiten im Outlet-Center, womit dieses gleichzeitig einer der wichtigsten Arbeitgeber des Burgenlandes ist.

2017 legte der Umsatz um 11,2 Prozent zu, absolute Zahlen nennt Schwann nicht. 2018 soll es wieder eine zweistellige Steigerung geben. Ein Schritt in die Richtung ist eine Kooperation mit dem Hotel Sacher, die in den nächsten Monaten umgesetzt werden soll. Eine solche sei auch an anderen McArthurGlen-Standorten denkbar, aber noch nicht fixiert. Generell will Schwann mehr auf Gastronomie setzen und das Angebot in Parndorf verdoppeln. Einziehen sollen unter anderem Starbucks und die Asia-Kette Wagamama.

Plafond erreicht

Ein weiterer Schwerpunkt werden Veranstaltungen wie das Late-Night-Shopping und Familienangebote sein. Auch die Digitalisierung soll vorangetrieben werden. Schwann will stärker in den sozialen Medien präsent sein und das Smartphone als Orientierungshilfe stärker einbinden.

Online-Handel ist für McArthurGlen kein großes Thema. Dieser sei für ein Outlet-Center zwar nicht unmöglich, aber schwer umzusetzen, da nicht alle Größen verfügbar seien und man im Shop besser reagieren könne.

Der Standort Parndorf wird derzeit zwar ausgebaut, weiterführende Pläne für eine Erweiterung gibt es aber nicht. Das Potenzial ist für McArthurGlen mit den Standorten Parndorf und Salzburg in Österreich ausgeschöpft.

( kurier.at ) Erstellt am 13.04.2018