U-Haft über Milliarden-Pleitier Benko um 4 Wochen verlängert
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Etwas mehr als eine Woche ist es her, dass Signa-Gründer René Benko festgenommen wurde und das Wiener Landesgericht für Strafsachen U-Haft über den 47-jährigen Tiroler verhängt hat. Das Gericht geht von dringendem Tatverdacht aus. Als Haftgründe wurden Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr angenommen. Der U-Haft-Beschluss war vorerst bis 7. Februar rechtswirksam. In diesem Zeitraum galt es auch einen Haftprüfungstermin für den Ex-Milliardär zu finden.
Am Freitag um 13 Uhr musste Benko demnach vor die Haftrichterin treten, weil es nächste Woche zu einer Terminkollision gekommen wäre.
"Nachdem vergangene Woche über René Benko die Untersuchungshaft wegen Tatbegehungs- und Verdunkelungsgefahr verhängt wurde, verlängert das Landesgericht für Strafsachen Wien heute die Untersuchungshaft um einen weiteren Monat. Das Gericht geht weiterhin von dringendem Tatverdacht aus, ebenso vom Vorliegen der Haftgründe", heißt es in einer Aussendung von Christina Salzborn, der Mediensprecherin und Vizepräsidentin des Landesgerichts für Strafsachen Wien.
Nächste Deadline ist der 28. Februar
"Das Gesetz sieht vor, dass in regelmäßigen Abständen zu überprüfen ist, ob die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft (immer noch) vorliegen. Die erste Haftprüfungsverhandlung hat nach (spätestens) 14 Tagen zu erfolgen, die nächste nach einem weiteren Monat, in der Folge dann im Abstand von zwei Monaten. Zu den nicht öffentlichen Haftverhandlungen werden ausschließlich die Parteien des Verfahrens geladen, der Beschuldigte dazu aus der Haft vorgeführt", heißt es weiters.
Beschuldigte können jederzeit ihre Enthaftung beantragen, auch dann ist eine Haftprüfungsverhandlung ansetzen. Spätestens am Freitag, den 28. Februar 2025, muss die Haft- und Rechtsschutzrichterin erneut über die Untersuchungshaft entscheiden.
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