Wirtschaft 18.03.2012

Reizthema Leiharbeit: Pro und Kontra

Argumente für und gegen die Leiharbeit.

Anstellung
Leiharbeiter sind fest angestellt und haben seit 2002 einen eigenen Kollektivvertrag (1380 Euro Mindestlohn).

Brückenfunktion
(Langzeit-)Arbeitslose erhalten durch Leiharbeit die Chance zum Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt. Arbeitskräfteüberlasser sehen sich gerne als Brückenbauer zwischen Arbeitslosigkeit und Fixanstellung im Betrieb.

Chance
Für Berufsein­steiger sind befristete Verträge eine Chance, Erfahrung zu sammeln. Angeblich jeder dritte Zeitarbeiter wird vom Betrieb, an den er verleast wurde, später übernommen.

Flexibilität
Firmen können dank Zeitarbeit bei Auftragsschwankungen flexibel reagieren und bleiben wegen der niedrigeren Personalkosten wettbewerbsfähig.

Kontra

Hire and Fire
Leiharbeiter sind die Ersten, die gehen müssen, wenn Aufträge ausbleiben. Mit oft erzwungenen einvernehmlichen Kündigungen landen sie in Stehzeiten häufig beim AMS.

Zweitklassig
Das Prestige von Leiharbeit ist trotz Imagekampagnen der Wirtschaft gering. Viele nehmen diese Arbeit an, weil sie müssen, nicht weil sie wollen. Leiharbeiter bekommen in Betrieben oft schwere oder schmutzige Arbeit zugeteilt.

Unsicherheit
Schwankendes Einkommen und wechselnde Arbeitgeber erschweren die Lebensplanung.

Schwarze Schafe
Zeitarbeit zählt zu den Problembranchen bei Lohn- und Sozialdumping, Verstößen gegen das Arbeitszeitgesetz oder falschen Lohn-Einstufungen.

( Kurier ) Erstellt am 18.03.2012