RBI-Chef Karl Sevelda ist in der Restrukturierung der Bank einen Schritt weiter

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Banken
12/10/2015

Raiffeisen Bank International verkauft Slowenien-Tochter

Käufer ist der luxemburgische Finanzinvestor Biser Bidco

Die börsenotierte Raiffeisen Bank International (RBI) hat ihre defizitäre slowenische Tochterbank Raiffeisen Banka d.d. nach einem mehrere Monate dauernden Verkaufsprozess an den Finanzinvestor Biser Bidco verkauft. Das Closing soll vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen im ersten Halbjahr 2016 erfolgen. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte RBI am Donnerstag mit. Biser Bidco ist eine in Luxemburg angesiedelte Gesellschaft, die vom US-amerikanischen Investment- und Beteiligungsunternehmen Apollo Global Management verwaltet wird.

Leasing wird nicht verkauft

Den durch den Verkauf erwarteten Dekonsolidierungseffekt auf das RBI-Konzernergebnis beziffert die RBI mit minus 49 Mio. Euro. Dieser Betrag werde im vierten Quartal 2015 gebucht und sei Teil der bereits im RBI-Ausblick angekündigten Restrukturierungskosten, so die Bank. Weiters erwartet die RBI, dass sich die risikogewichteten Aktiva (RWA) nach dem Closing um rund 270 Mio. Euro reduzieren werden. Die slowenische Raiffeisen Leasing d.o.o. mit einem RWA per Ende September 2015 in Höhe von rund 100 Mio. Euro sei nicht Teil der Transaktion, wird betont. Auf die harte Kernkapitalquote (CET1) der RBI werde die Transaktion eine minimal negativen Effekt haben, heißt es weiter.

Der Verkauf der Slowenien-Tochter ist Teil der geplanten Restrukturierung des RBI-Konzerns. So soll das Asien-Geschäft redimensioniert und auch das USA-Geschäft verkauft werden. In Russland und der Ukraine wird das Geschäft gekürzt, in Ungarn ist der Filialabbau bereits fertig.

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