Porr kann Gewinn um ein Viertel steigern
Der Baukonzern Porr hat im Geschäftsjahr 2025 seinen Gewinn kräftig gesteigert. Das Konzernergebnis wuchs um mehr als ein Viertel auf 136,7 Millionen Euro. Trotz Konjunkturflaute und geopolitischer Unsicherheiten bleibt Porr-Chef Karl-Heinz Straus optimistisch. „2025 war eines der besten Jahre in der 147-jährigen Unternehmensgeschichte der Porr“, sagte Strauss am Donnerstag. Die Produktionsleistung blieb bei 6,8 Milliarden Euro stabil.
Der deutliche Ergebniszuwachs sei vor allem auf Kosteneinsparungen, Effizienzsteigerungen und ein verbessertes Beteiligungsergebnis zurückzuführen.
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 24,2 Prozent auf 196,7 Millionen Euro, die EBIT-Marge verbesserte sich von 2,6 auf 3,1 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um elf Prozent auf 409,4 Millionen Euro.
Bis 2030 strebt der Konzern eine EBIT-Marge von 3,5 bis 4 Prozent an.
Auch an Aufträgen mangelt es nicht. Im Gegenteil: Der Auftragsbestand legte um fast 12 Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zu, der Auftragseingang stieg um 14 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro.
„2026 hat jedenfalls das Potenzial, noch erfolgreicher zu werden als 2025“, sagte Strauss. Der Konzern sieht sich auch gegen steigende Öl- und Gaspreise infolge des Nahostkonflikts gut gerüstet. „Wir haben für 2026 alle Energiethemen abgesichert“, sagte Strauss.
Kurzfristig erwartet er keine wesentlichen Auswirkungen, bei einem längeren Konflikt könnten jedoch Materialpreise steigen. Regional entfielen 46,2 Prozent der Bauleistung auf Österreich und 25,5 Prozent auf Deutschland. Beide Märkte litten unter einer schwächeren Konjunktur.
Dennoch sieht Strauss in Deutschland große Chancen. „Deutschland wird die größte Baustelle Europas“, bezog er sich auf die marode Straßen- und Bahn-Infrastruktur. Außerdem ortet Strauss im Wohnbau in Deutschland und Österreich erheblichen Nachholbedarf. „In Österreich und Deutschland fehlen Hunderttausende Wohnungen“, sagte Strauss. Porr setzt daher auf modulare Bauweise, mit der Errichtungskosten von unter 2.000 Euro pro Quadratmeter möglich seien. Erste Großprojekte sollen in Wiener Neustadt und Kärnten starten.
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