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Neue Abgabe bremst Packerlflut aus China deutlich

Seit 1. Juli werden drei Euro Zoll für Sendungen unter 150 Euro fällig. Die Post spürt einen massiven Einbruch im China-Geschäft.
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Zusammenfassung

  • Seit 1. Juli hat die EU einen 3-Euro-Zoll auf Pakete unter 150 Euro aus Drittstaaten eingeführt, was die Zahl der China-Pakete in Österreich laut Post in den ersten Wochen um rund 40 Prozent sinken ließ.
  • Post-Chef Walter Oblin erwartet nur einen kurzfristigen Einbruch, da Händler ihr Geschäftsmodell anpassen und vermehrt aus europäischen Lagern versenden könnten.
  • Zusätzlich sind ab Herbst weitere Abgaben geplant, darunter eine EU-Bearbeitungsgebühr für Kleinpakete sowie in Österreich eine 2-Euro-Paketsteuer, die Oblin wegen möglicher Folgen für heimische Händler kritisiert.

Mit 1. Juli hat die Europäische Union 3 Euro Zoll für Pakete unter 150 Euro aus Drittstaaten eingeführt. Bei der Österreichischen Post hat sich das mit einem ordentlichen Dämpfer im Paketgeschäft bemerkbar gemacht. 

„Die Menge an Paketen aus dem asiatischen Raum, vor allem aus China, die wir in Österreich zustellen, ist in den ersten Wochen um rund 40 Prozent gesunken“, sagte Post-Chef Walter Oblin laut Oberösterreichische Nachrichten.

Oblin geht aber davon aus, dass sich die Zustellmengen wieder erholen werden, weil diese Händler ihr Geschäftsmodell umstellen und etwa ihre Pakete aus Lagern in Europa senden werden.

Ab November soll zudem von allen EU-Staaten eine Bearbeitungsgebühr für Kleinpakete aus Drittstaaten (u.a. China, Großbritannien, USA) eingehoben werden. Angedacht ist eine Gebühr in Höhe von 2 Euro. Unabhängig von diesen EU-Bestimmungen ist in Österreich eine Paketsteuer geplant. Die 2-Euro-Paketabgabe soll ab 1. Oktober für große Onlinehändler mit einem Umsatz von mehr als 100 Mio. Euro pro Jahr gelten.

Kritik an geplanter heimischer Paketsteuer

Oblin hat schon mehrfach eingeräumt, dass er von der heimische Abgabe nichts hält. Die österreichische Abgabe würde letztlich auch kleine heimische Händler treffen, die über große Plattformen vertreiben, sagte der Post-Chef laut OÖN-Interview.

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