OpenAI vor Börsengang: 122 Milliarden Dollar von Promi-Investoren

Mega-Konzerne wie Amazon oder Nvidia unterstützen OpenAI. Die Bewertung des ChatGPT-Erfinders steigt damit auf 852 Milliarden Dollar. Erstmals sind auch Privatinvestoren dabei.
OpenAI-Chef Sam Altman.

OpenAI ist längst das wertvollste Start-up der Welt. Das Unternehmen mit Sitz in San Francisco wurde 2015 gegründet und löste im November 2022 mit der Veröffentlichung des Internet-Assistenten ChatGPT einen beispiellosen Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz aus.

Nach bisherigen Plänen geht OpenAI in diesem Jahr an die Börse. Im Vorfeld hat das Unternehmen, das einst als gemeinnützige Organisation gegründet worden war, aber längst auf Gewinnorientierung umgeschwenkt ist, nun eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Dabei stellten namhafte Investoren in Summe 122 Milliarden Dollar für die weitere Expansion von OpenAI zur Verfügung.

Damit steigt die aktuelle Bewertung des Unternehmens auf stolze 852 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Die Marktkapitalisierung des wertvollsten europäischen Unternehmens - der niederländische Chipausrüster ASML - liegt aktuell bei 428 Milliarden Euro (495 Mrd. Dollar).

Außerdem plant das Unternehmen nach eigenen Angaben die Entwicklung einer „Super-App“, die verschiedene Anwendungen der Künstlichen Intelligenz in einem einzigen System bündelt. Die neue Software solle unter anderem ChatGPT, das Programmierwerkzeug Codex sowie Such- und Assistenzfunktionen vereinen.

Die Namen der Investoren klingen wie das Who-is-Who der Tech-Szene und Finanzbranche. 50 Milliarden stammen von Amazon, je 30 Milliarden von Nvidia und Softbank. Dazu kommen Mittel von Geldgebern wie Horowitz, Abu Dhabis MGX, D.E. Shaw Ventures, TPG oder T. Rowe Price. Über die Fonds der US-Starinvestorin Cathie Woods (ARK Invest) konnten aber erstmals auch Privatinvestoren mit an Bord sein. Sie steuerten rund drei Milliarden Dollar. Bisher galt Microsoft als größter Geldgeber von OpenAI.

Sam Altman, Gründer und Chef von OpenAI, sagte dem Fernsehsender CNBC vor kurzem, die Partnerschaft mit Microsoft werde trotz der neuen Allianz mit Amazon weiter bestehen. Amazon wiederum hat auch schon einen Milliardenbetrag in den OpenAI-Konkurrenten Anthropic investiert.

Gehen OpenAI oder Anthropic wirklich schon in diesem Jahr an die Börse, wird damit die Risikobereitschaft der Anleger getestet, in schnell wachsende, aber noch immer unprofitable Unternehmen zu investieren. Soll heißen: Trotz massiv steigender Umsätze schreibt OpenAI noch immer Verluste.

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