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Halbjahresbilanz
07/31/2013

Österreich: Täglich 114 neue Firmen

"Firmengründer schaffen so viele neue Jobs, wie durch Alpine wegfallen", so WK-Boss Christoph Leitl.

von Simone Hoepke

Im ersten Halbjahr 2013 wurden in Österreich täglich 114 Firmen gegründet – um 2,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Auch die Zahl der Betriebsübernahmen stieg um 2,3 Prozent auf 6800 Unternehmen. Bereits 43 Prozent der Gründer sind weiblich – so viele wie nie zuvor. Als Motiv für den Schritt in die Selbstständigkeit wird am häufigsten der Wunsch nach flexibler Arbeits- und Lebensgestaltung genannt (64 Prozent). Nur 8,6 Prozent fühlten sich in die Selbstständigkeit gedrängt. Im Europavergleich liegt Österreich bei der Gründerdynamik aber nach wie vor im hinteren Drittel. Im Vorjahr war die Zahl der Gründungen – wie auch in Deutschland – rückläufig.

„Ermutigender Trend“

Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl spricht von einem „ermutigenden Trend“. „Binnen zwei Wochen schaffen die Gründer so viele Jobs, wie durch die Alpine-Pleite verloren gehen“, wagt er ein Rechenbeispiel. Geht man von statistisch gesehen 2,3 geschaffenen Arbeitsplätzen je Neugründung aus, würden die Neo-Selbstständigen die weggefallenen Jobs beim Baukonzern Alpine sogar binnen einer Woche kompensieren.

Nach den Insolvenzen von Alpine, dayli oder Niedermeyer schauen aber alle auf die Pleiten „wie das Kaninchen auf die Schlange“, moniert Leitl. Zwei Drittel der Österreicher machen sich laut Umfragen Sorgen um ihre Jobsicherheit. Die Großpleiten drücken auf die Stimmung.

Laut Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin von Gründerservice und „Frau in der Wirtschaft“ sind die Gründer im Durchschnitt 38 Jahre alt. Nach drei Jahren sind acht von zehn Unternehmen noch in der gleichen Form am Markt. Damit sei Österreich Europameister.

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