Wirtschaft 14.02.2018

Österreich bereitet sich auf EXPO in Dubai vor

EXPO: Chance für Österreich, sich zu präsentieren. © Bild: REUTERS/ASHRAF MOHAMMAD MOHAMMAD ALAMRA

Demnächst erfolgt die Ausschreibung für die Gestaltung des Österreich-Pavillons.

Unter dem Motto „Connecting Minds, Creating the Future“ findet von Oktober 2020 bis April 2021 in Dubai die nächste EXPO statt. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl haben den Kooperationsvertrag für das österreichische Engagement beschlossen. Die ehemalige Ministerin Beatrix Karl (ÖVP) wurde zur Kommissärin für die Weltausstellung bestellt.

Ein Budget von 16,48 Millionen ist für den rot-weiß-roten Auftritt ist. Drei Viertel finanziert das Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort, ein Viertel kommt von der Wirtschaftskammer. Für die EXPO 2015 in Mailand betrug das Budget rund 12 Millionen.

„Sechs von zehn Euro, die in Österreich erwirtschaftet werden, kommen aus dem Export“, sagte Schramböck am Mittwoch vor Journalisten. Von diesem Gesichtspunkt her sei strategische Außenwirtschaft kein Selbstzweck, sondern Pflicht für Wachstum und Wohlstand im Inland. Die EXPO biete für österreichische Unternehmen die Möglichkeit, sich einem Millionenpublikum vorzustellen. Es gehe vor allem darum, Österreich als innovatives und modernes Land zu präsentieren, was es ja auch ist, so Schramböck.

WKO-Präsident Leitl hob die positive Wirkung der EXPO-Teilnahme Österreichs für die bilateralen Wirtschaftsbeziehungen hervor: „Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Österreichs größter Handels- und Wirtschaftspartner in der Golf-Region.“ Das große Interesse der heimischen Wirtschaft an den Emiraten zeige auch vielen Niederlassungen heimischer Firmen in der Region. Von dort aus könne man nicht nur lokale Märkte, sondern teilweise die gesamte Region bedienen.

Auf die prekäre Situation mancher Gastarbeiter in Dubai angesprochen, antwortete Leitl: „Jedes Veranstalterland hat Interesse daran, sich von seiner besten Seite zu zeigen. Ich gehe daher davon aus, dass alle Arbeiter, die beim Aufbau der EXPO mitwirken, mit Respekt behandelt werden.“

Bei der letzten EXPO 2015 in Mailand besuchten insgesamt 2,4 Millionen Menschen den Österreich-Pavillon, der als 560 m² großer Wald konzipiert war. Auch heuer hoffe man, so EXPO-Beauftragte Karl, wieder auf viele kreative und innovative Vorschläge für die Gestaltung des Pavillons. Für die Vergabe gebe es demnächst eine EU-weite, offene Ausschreibung.

Markus Ponweiser

( kurier.at , mp ) Erstellt am 14.02.2018