Niveaproduktion im Beiersdorfwerk in Hamburg.

© REUTERS/FABIAN BIMMER

Beiersdorf
08/05/2015

Nivea & Co auf Siegeszug

Rekordergebnis im Halbjahr. Russland und Brasilien waren besonders erfolgreich.

von Christina Rebhahn-Roither

Beim deutschen Beiersdorf-Konzern lĂ€uft es wie geschmiert. Der Produzent von so bekannten Marken wie Nivea und Eucerin meldet fĂŒr das erste Halbjahr Rekorde: Beiersdorf verbuchte ein Umsatzplus von 7,3 Prozent, aufgrund gut laufender GeschĂ€fte in Amerika und Osteuropa. Das gelte als das beste Halbjahresergebnis, das der Konzern je erzielt habe.

In absoluten Zahlen ausgedrĂŒckt, stieg der Umsatz auf 3,4 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis steigerte sich gar um 12,4 Prozent. Vor allem in Brasilien und Russland kam der Konzern mit Marken wie Labello, Hansaplast & Co gut an. Der Vorstandschef Stefan Heidenreich ist auch fĂŒr das weitere Jahr optimistisch.

Umsatzplus auch fĂŒr Tesa

In Afrika/Asien/Australien verlief der Jahresstart der Kosmetiksparte nicht ganz so glatt. Nach anfĂ€nglich schwachem China-GeschĂ€ft pendelte sich die Situation auch hier wieder ein und es wurde schließlich ein Umsatzplus von 0,6 Prozent vermerkt.
In Europa bleibt die Lage stabil. Im Westen wurde weniger Umsatz erzielt, doch diese trĂŒben Wolken konnten durch Sonnenschein aus Osteuropa vertrieben werden - ein Plus von 6,4 Prozent scheint hier auf der Halbjahresbilanz auf.

Auch die Firma Tesa, eine der 150 internationalen Tochtergesellschaften, verbuchte ein Umsatzplus von 7,7 Prozent und klebt damit dem Erfolg des Mutterkonzerns auf den Fersen.

Beiersdorf bleibt Griechenland treu

Der Kosmetikhersteller will sich trotz der Wirtschaftskrise in Griechenland nicht aus dem Land zurĂŒckziehen. "Wir werden in Griechenland bleiben", sagte Heidenreich am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. "Wir bereiten uns fĂŒr Langfristigkeit vor." Griechenland sei auch kein Markt, der eine "Riesendelle" schlage, weil er vergleichsweise klein war.

An der Rendite-Prognose fĂŒr das Gesamtjahr halte Beiersdorf fest, bekrĂ€ftigte der Vorstandschef. Auch wenn es bei der Rendite derzeit besser laufe, bleibe das Unternehmen konservativ hanseatisch bei den Jahreszielen. Beim Umsatz mĂŒsse eine "Schippe" drauflegen, was auch gelingen sollte. Preiserhöhungen seien durchgesetzt, die neuen Produkte liefen gut und die WachstumsmĂ€rkte zeigten gute Entwicklungen, sagte Heidenreich.

Es war einmal vor nun schon 130 Jahren ein ambitionierter FirmengrĂŒnder namens Paul C. Beiersdorf. Was mit der Bearbeitung von Bestellungen fĂŒr Apotheken begann, entwickelte sich zunehmend zu einem international erfolgreichen Kosmetikhersteller.

1911 kam „die Schneeweiße" heraus. Der Produktname „Nivea“ leitet sich ursprĂŒnglich vom lateinischen „nix, nivis“ - zu Deutsch „Schnee“ ab. Heute hat die berĂŒhmte Creme in vielen BadezimmerschrĂ€nken einen fixen Platz gefunden, der ihr im Angesicht des Verkauferfolgs auch in Zukunft erhalten bleiben wird.

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