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07/29/2021

Neuerliche Steigerung bei Balkonprämie

Corona war ein "Trendbeschleuniger" am Wohnungsmarkt.

von Andreas Anzenberger

Wohneigentum ist im Vorjahr um sieben Prozent teurer geworden. Der Coronavirus hat den Wohnungsmarkt also nicht angegriffen. Angesicht des Rückgangs des Wirtschaftswachstums, der gestiegenen Unsicherheit und der immer noch sehr niedrigen Zinsen waren Immobilien weiterhin der Liebling der Anleger. Für sie ist der Immobilienmarkt in Österreich nach wie vor ein sicherer Hafen .

Die Corona–Krise habe auf den Immomarkt wie ein "Trendbeschleuniger" gewirkt, lautet die Schlussfolgerung der Raiffeisen Research Analysten Matthias Reith und Casper Engelen. Insbesondere Wohnungen mit Außenflächen waren stark nachgefragt. Die "Balkonprämie" ist weiter gestiegen. Das ist in Corona-Zeiten mit Ausgangsbeschränkungen auch kein Wunder.

Engelen beschreibt die ideale Immobilie so: "Im erweiterten Speckgürtel gelegen, überdurchschnittlich groß und mit Balkon oder Terrasse. So sah der idealtypische Corona-Profiteur am Wohnimmobilienmarkt im Jahr 2020 aus."

Inflation

Auch wenn die Konjunktur nun wieder anspringt, wird das die Nachfrage nach Immobilien nicht bremsen. "Inflationsschutz statt Sicherheitsmotiv", lautet die neue Motivation. Im heurigen Jahr sei ein Preisanstieg wie im Vorjahr realistisch. Zumal ja auch die Baupreise deutlich gestiegen sind, was den Neubau teurer macht. "Ein Sinkflug der Preise zeichnet sich nicht ab, denn die fundamentalen Rahmenbedingungen sowie das Zinsumfeld sind unterstützend", unterstrich Reith.

Die einzige Komponente, die den Wohnungsmarkt beeinträchtigen könnte, ist die Leistbarkeit. Das gilt insbesondere für Wohnungen im Luxussegment. Kunden, die in dieser Preislage einkaufen, sind nur in begrenzter Zahl vorhanden. Weitere Preisanstiege sollten sich mittelfristig "gemächlicher vollziehen", lautet die Prognose.

Eine Frage, die sich immer wieder stellt: Hat sich am Immobilienmarkt eine Blase gebildet? Laut der Österreichischen Nationalbank ist Österreich in der Vorstufe einer Immobilienblase.

Der Geschäftsführer der Raiffeisen Bausparkassen, Christian Vallant, sieht das allerdings anders. Die Verschuldung sei für Bausparkassen kein Anlass zur Sorge. Er verweist auf den Trend zur langen Zinsbindung. Die Zinsen werden daher in absehbarer Zukunft nicht massiv steigen.

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