Stellenabbau bei AP: Chefredakteurin betont stabile Lage trotz Einschnitten
AP-Chefredakteurin Julie Pace
Zusammenfassung
- AP plant Stellenabbau in den USA, genaue Zahl der Betroffenen unklar, laut Gewerkschaft erhielten über 120 Mitglieder Abfertigungsangebote.
- Weltweit soll der Stellenabbau unter fünf Prozent liegen; Ziel ist Anpassung an veränderte Kundenbasis, nicht wirtschaftliche Schwierigkeiten.
- AP investiert verstärkt in Künstliche Intelligenz, Gewerkschaft kritisiert Entlassungen erfahrener Beschäftigter zugunsten von KI-Projekten.
Die US-Nachrichtenagentur Associated Press (AP) plant einen Stellenabbau in ihrem Heimatmarkt. Einer nicht näher genannten Zahl von Beschäftigten in den USA seien Abfertigungen angeboten worden, berichtete die AP selbst am Montag (Ortszeit). Die Gewerkschaft News Media Guild teilte mit, dass am Montag mehr als 120 ihrer Mitglieder Abfertigungsangebote erhalten hätten.
Wie viele Stellen tatsächlich abgebaut werden sollen, ist unklar. Das liegt auch daran, dass die international tätige Nachrichtenagentur keine Auskunft darüber gibt, wie viele Journalistinnen und Journalisten sie insgesamt beschäftigt.
Chefredakteurin: Sind nicht in Schwierigkeiten
Laut Chefredakteurin Julie Pace ist das Ziel, die Zahl der weltweiten AP-Beschäftigten um weniger als fünf Prozent zu reduzieren. Ob es zu Kündigungen komme, hänge davon ab, wie viele Mitarbeitende das Angebot annehmen.
"Die AP ist nicht in Schwierigkeiten", sagte Pace. "Wir nehmen diese Änderungen aus einer Position der Stärke vor, aber wir machen es jetzt, um unserer sich verändernden Kundenbasis Rechnung zu tragen." Von früherem Kundenstamm im traditionellen Printgeschäft hat sich auch die AP in den vergangenen Jahren zunehmend fortbewegt und etwa im Bereich der Videoberichterstattung ihre Kapazitäten ausgebaut.
Zudem wird laut AP in Projekte mit Künstlicher Intelligenz investiert, um angesichts der kriselnden Wirtschaftslage vieler angestammter Medienunternehmen neue Umsatzfelder zu schaffen. Die Gewerkschaft warf der AP-Leitung hingegen vor, man kündige erfahrene Beschäftigte und experimentiere mit KI, statt den Journalistinnen und Journalisten eine anständige Ausbildung zukommen zu lassen.
Kommentare