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A1 stellt „Bob“ ein: Was das für Kunden bedeutet

Diskontmarke wird am Wochenende automatisch eingestellt. Netzbetreiber bereinigt sein Markenportfolio.
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Nach 20 Jahren stellt der heimische Telekomanbieter A1 am kommenden Wochenende seine Mobilfunk-Diskontmarke „Bob“ ein. Hintergrund ist eine Bereinigung des Markenportfolios, die A1-Österreich-Chef Jiří Dvorjančanský bereits kurz nach seiner Bestellung im Herbst 2025 ankündigte. Bob hat rund 400.000 Nutzerinnen und Nutzer. 

Umstellung erfolgt am Wochenende automatisch

Für Bob-Kunden, die automatisch via E-Mail oder SMS informiert werden, soll sich durch die Markenbereinigung nichts ändern, verspricht A1. Die Umstellung von Bob auf A1 erfolgt automatisch, es gelten danach die gleichen Konditionen wie davor. „Es wird Vieles besser und nichts schlechter“, sagt A1-Sprecher Jochen Ohnewas-Schützenauer. „Die Kunden haben ab Montag 5G gratis dabei, können in A1-Shops gehen, haben Zugriff auf die Mein-A1-App und auf das A1-Serviceteam sowie auf die Vorteile der A1-Vorteilswelt.“

Allerdings müssen sich Bob-Kunden für die zusätzlichen Services die A1-App herunterladen. 

Bob wurde vor fast 20 Jahren als eine der ersten No-Frills-Marken Österreichs – günstiger Tarif, reduzierter Service – eingeführt. In den vergangenen 20 Jahren habe sich die Mobilfunklandschaft jedoch grundlegend verändert, begründet A1 die Einstellung. Das Unternehmen richtet sein Markenportfolio nun klarer und fokussierter aus. 

„Wir haben zu viele Marken, das ist zu komplex für die Kunden“, sagte Dvorjančanský bei einem Hintergrundgespräch im November des Vorjahres. Im Unternehmen gebe es inzwischen 27.000 verschiedene Tarife und 500 verschiedene IT-Lösungen, „da muss die Komplexität raus“. Neben Bob gibt es auch noch die Diskontmarken Yesss und b.free. Ob auch diese verschwinden werden, ließ der Manager offen. Die Markenbereinigung werde aber ein bis zwei Jahre dauern. 

Zunehmende Konkurrenz durch Diskontmarken

A1 hat im Diskontmarkt zuletzt auch mehr Konkurrenz bekommen. Die Drei-Marke „Herbie“ und das neue Post-Angebot „Yelllow“ warben zuletzt aggressiv um Kundschaft. Im ersten Quartal 2026 verzeichnete A1 in Österreich ein Umsatzminus von 2,9 Prozent auf 657 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA)  fiel um 2,3 Prozent auf 222 Mio. Euro (jeweils ohne Sondereffekte). Die gesamte Gruppe legte dank eines starken Wachstums in Ost- und Südosteuropa sowohl bei Umsatz als auch Gewinn zu. 

 Weitere Infos zur Umstellung gibt es hier

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