Millionenpleite eines bekannten Tankstellenbetreibers
Über das Vermögen der WVRAST Gastronomiebetriebs-GmbH aus Bärnkopf wurde am Landesgericht Krems ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet. Das Unternehmen hatte den Insolvenzantrag selbst gestellt. Die Firma betreibt laut Creditreform drei Tankstellen in Amstetten, Behamberg und Dietach.
Von der Insolvenz sind 35 Mitarbeiter und rund 45 Gläubiger betroffen. Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf rund eine Million Euro. Das Unternehmen soll nach Angaben des Insolvenzverwalters fortgeführt werden. Den Gläubigern wird eine Sanierungsquote von 40 Prozent angeboten, zahlbar binnen zwei Jahren.
Die Insolvenzursachen
Laut KSV1870 liegen die Insolvenzursachen insbesondere darin, dass Umbauten in den Standorten Behamberg und Amstetten nicht den gewünschten Effekt einer erhöhten Kundenfrequenz gebracht haben. "Weiters wurde auf Wunsch des Verpächtern ENI die von der Schuldnerfirma geführte Tortenproduktion eingestellt. Da die Jahresabschlussrechnung 2025 seitens des Verpächters ENI bis dato noch nicht vorliegt und allfällige Betriebskostenzuschüsse noch nicht ausbezahlt wurden, kam es finanziellen Engpässen und wurde die Konsequenz in Form des vorliegenden Antrages auf Eröffnung des Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung gezogen", so der KSV1870.
Zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Christian Lind bestellt. Gläubiger können ihre Forderungen bis 15. Juli 2026 anmelden. Die erste Gläubigerversammlung findet am 17. Juni 2026 statt, über den Sanierungsplan wird am 12. August 2026 abgestimmt.
Über die Ursachen der Insolvenz wurden zunächst keine Angaben gemacht. Das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung ermöglicht es der Geschäftsführung, das Unternehmen unter Aufsicht des Insolvenzverwalters weiterzuführen.„Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der vorgelegte Finanzplan eingehalten und die Sanierungsbestrebungen tatsächlich aufrechterhalten werden können“, so Brigitte Dostal vom KSV1870.
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