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Teuerung
09/17/2014

Mieten treiben die Inflation auch im August an

1,7 Prozent - das ist die höchste Teuerungsrate in der EU.

Der Teuerungsdruck hat in Österreich im August zwar leicht nachgelassen. Die hohen Mieten (+4,3 Prozent) und durchschnittliche Preissteigerungen von 1,6 Prozent bei Lebensmitteln ließen die Verbraucherpreise gegenüber August 2013 dennoch um 1,7 Prozent steigen.

Der von Eurostat nach einheitlichen EU-Richtlinien errechnete harmonisierte Index (HVPI) fiel mit 1,5 Prozent etwas niedriger aus. Damit ist Österreich aber gemeinsam mit Großbritannien mit großem Abstand Spitzenreiter bei der Inflation, die im EU-Durchschnitt nur 0,5 Prozent ausmachte. Verantwortlich für die niedrige Inflation in der EU sind Preisrückgänge in etlichen Staaten der Union, in Bulgarien sanken die Preise mit einem Minus von einem Prozent am stärksten, in Spanien gingen sie um 0,5 Prozent zurück.

Noch deutlich höher als die allgemeine Teuerung fielen in Österreich die Preissteigerungen für den täglichen Einkauf aus. Dieser „Mikrowarenkorb“ kostete um 2,4 Prozent mehr. Im Juli waren es allerdings noch 3,3 Prozent gewesen.

Die Arbeiterkammer fordert neuerlich eine rasche Reform des Mietrechts. Seit 2005 seien die Mieten regelmäßig doppelt so stark wie die Einkommen und die allgemeine Inflation gestiegen.

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