© Kurier/Franz Gruber

Mediashop
08/25/2020

Mediashop will stärker im Gesundheitsbereich Fuß fassen

Gesundheit als Zukunftsmarkt. Umsatz für 2020 wird ähnlich hoch ausfallen wie im Vorjahr.

von Anita Kiefer

Zwei Jahre lang hat Katharina Schneider überlegt, ob sie das Angebot des Privat-TV-Senders Puls4, in der Start-up-Show „2 Minuten 2 Millionen“ mitzuwirken, annehmen soll. Immerhin gibt es unter Investoren eine große Scheu vor der Öffentlichkeit – wenige geben gerne vor Publikum preis, über hohe Summen für Unternehmensbeteiligungen zu verfügen. „Aber wenn ich unsichtbar bin, kann ich nichts bewegen“, erzählt Schneider im KURIER-Interview. Schlussendlich hat sie sich für die Öffentlichkeit entschieden – und ist seit 2018 Investorin in der Fernsehshow.

Apropos Fernsehen: Das ist dort, wo auch Mediashop seine Produkte anbietet, neben Vertriebsschienen wie Social Media, stationärem Handel (inklusive eigener Shops, Handelspartner und Shop-in-Shop-Lösungen) und eCommerce. Auf 172 Sendern ist Mediashop aktiv, bei den meisten wird Sendezeit gekauft, außerdem hat das Unternehmen drei eigene Sender. In Summe ergibt das 10,5 Millionen Sendeminuten im Jahr.

Kurzarbeit für zwei Monate

Dort gibt es eine große Produktpalette für die Bereiche Haushalt, Beauty und Fitness. Die bekannten Neuro Socks für mehr Wohlbefinden etwa. So praktisch derartige Produkte sein mögen – sie kosten Geld, und das könnte man sparen, wenn man, so wie jetzt, durch coronabedingte Arbeitslosigkeit knapp bei Kasse ist.

Doch das Gegenteil ist eingetreten, sagt jedenfalls Schneider: Dadurch, dass die Menschen durch Corona mehr daheim sind, haben sie mehr Alltagsprobleme daheim entdeckt – und für diese „Problemlöser“, wie Schneider sagt, auf Mediashop gekauft.

Dennoch: Zwei Monate Kurzarbeit sind es auch bei Mediashop gewesen, aber mehr aus der Unsicherheit vor dem Kommenden heraus, wie Schneider erklärt. Immerhin war ja der stationäre Handel geschlossen – mit diesem Vertriebskanal (unter anderem im Donauzentrum) macht Mediashop ein Drittel des Umsatzes.

„Jetzt im Nachhinein sind wir sehr, sehr froh, dass wir Multichannel aufgestellt sind. Unsere Distanzhandelsvertriebskanäle über TV und eCommerce sind in dieser Zeit gewachsen und haben so den stationären Handel kompensieren können.“

Für das Jahresergebnis 2020 rechnet sie mit keinen Umsatzeinbußen gegenüber dem Vorjahr – da lag der Umsatz bei 170 Millionen Euro. Der typische Mediashop-Kunde habe sich übrigens schon lange vom Klischee der Hausfrau verabschiedet. „Bei den Messersets sind 70 Prozent unserer Kunden männlich“, so die Teleshopping-Macherin.

Für die Zukunft will sich Schneider mit ihrem Unternehmen stark auf den Gesundheitsbereich konzentrieren. „Die Menschen müssen sich zu Hause immer besser versorgen können. Zum Arzt oder ins Krankenhaus fahren wird zunehmend schwieriger.“

Zukunftspläne – oder viel eher -wünsche – hat sie auch für „2 Minuten 2 Millionen“. Denn Schneider ist die einzige Frau in der Investorenrunde. „Ich hoffe, dass ich bei der nächsten Staffel Verstärkung bekomme.“ Dabei sieht sie sich auch ein wenig als Role Model. „Frauen haben so viele Skills, die es für das Unternehmertum braucht“, sagt sie, „ich glaube nur, dass ihnen oft der Mut fehlt.“

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