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Wirtschaft
09/17/2020

Mark Garrett soll neuer Aufsichtsratsvorsitzender der OMV werden

Der 58-jährige Australier Mark Garrett war zuvor Borealis-CEO. Der bisherige Aufsichtsratschef Berndt tritt nicht mehr an, er wechselt in die ÖBAG.

Die OMV tauscht ihren Aufsichtsratsvorsitzenden aus: Der Australier Mark Garret, ehemals CEO des österreichischen Kunststoffherstellers Borealis, soll die Position von Wolfgang Berndt übernehmen, der den Vorsitz seit Mai 2019 innehatte. 

Die Staatsholding ÖBAG, die den Mehrheitsanteil an der OMV hält, schlägt Garrett für einen Einzug in das Kontrollgremium bei der OMV-Hauptversammlung am 29. September vor und bezeichnet ihn als "idealen Kandidat", um in enger Kooperation mit dem Vorstand die Entwicklung der OMV zu begleiten.

"Die letzten gesellschaftsrechtlichen Entwicklungen in der OMV verdeutlichen den Bedarf an petrochemischer Expertise", heißt es vonseiten der ÖBAG. Diese könne Garrett aufgrund seiner beruflichen Vergangenheit aufweisen. Berndt wechselt künftig in das Beteiligungskomitee der ÖBAG.

Hintergrund des Führungswechsels ist, dass die OMV ihre Anteile an der Borealis von 36 auf 75 Prozent erhöhen wird. "Die OMV hat einen wesentlichen Schritt in Richtung hochwertiger Chemieprodukte und Neuorientierung des Unternehmens in eine Zukunft mit geringeren Treibhausemissionen und mehr Nachhaltigkeit gesetzt", so ÖBAG-CEO Thomas Schmid. "Dafür bedarf es einer verstärkten Petrochemie-Expertise und vertiefte Managementerfahrung." Diese bringe der neue Aufsichtsratsvorsitzende Garrett mit.

Der bisherige Aufsichtsratschef Wolfgang Berndt unterstütze die langfristige Planung und habe deshalb den Posten geräumt. "Wir danken Dr. Berndt für all siene Erfahrung und Leitung, die für den Erfolg der OMV bis zum heutigen Tage essentiell war. Wir freuen uns besonders, dass Dr. Berndt zugestimmt hat, die ÖBAG im Beteiligungskomitee mit seiner umfassenden Erfahrung zu unterstützen", sagt Schmid.

Berndt hatte im Mai 2019 Peter Löscher als OMV-AR-Chef abgelöst, der im September 2018 nach einem Zerwürfnis mit dem damaligen Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) über das Thema Staatseinfluss seinen vorzeitigen Rückzug angekündigt hatte.

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