Kakao und Haselnüsse sind teuer - das spürt auch Manner.

© Josef Manner & Comp. AG

Süßwarenhersteller
04/29/2016

Mannerschnitten mochte man: Gewinn verdreifacht

Erstes Geschäftsjahr nach Teileinsturz von Fabriksgebäude lief erfolgreich.

Der börsennotierte Wiener Süßwarenhersteller Manner hat sich 2015 im ersten Geschäftsjahr nach dem teilweisen Einsturz seines Fabriksgebäudes in Wien gut erholt. Vor allem Dank starker Nachfrage in Deutschland, Tschechien und der Slowakei stieg der Umsatz von 176,4 auf 191,9 Mio. Euro, der Jahresgewinn verdreifachte sich von 542.000 auf 1,5 Mio. Euro, zeigt der Jahresfinanzbericht.

Die Exportquote stieg von 56,2 Prozent im Jahr davor auf 59,4 Prozent im Jahr 2015. Die Marke Napoli verzeichnet dabei in Deutschland die stärkste Umsatzsteigerung. Der arabische Raum entpuppte sich hingegen "durch die sowohl politisch, als auch wirtschaftlich angespannte Lage als schwieriger Markt".

Fabrikseinsturz und teure Rohstoffe

Manner schaffte sowohl vor Zinsen und Steuern (EBIT) als auch vor Steuern (EBT) die Verdreifachung des Ergebnisses. Das Ergebnis sei aber sowohl bei den Aufwendungen als auch bei den Erträgen "ganz erheblich von Verzerrungen geprägt". Für den Umbau des Standortes Wien und aus Folgekosten nach dem Teileinsturz gab es erhebliche Kosten, durch Versicherungsleistungen hohe sonstige betriebliche Erträge.

Einmal mehr belasteten gestiegene Rohstoffkosten für Kakao und Haselnussprodukte das Unternehmen, ihr Anteil an der Betriebsleistung legte von 33,1 Prozent auf 38,9 Prozent zu. Die Nettoverschuldung verdoppelte sich von 19,2 auf 40,7 Mio. Euro bzw. von 44 auf 89 Prozent. Im Jahresschnitt hatte Manner im Vorjahr 354 Arbeiter (2014: 352) und 338 Angestellte (2014: 324).

Ausblick

Für 2016 erwartete Manner steigende Umsätze. Die ersten beiden Monate des Jahres haben bereits ein deutliches Plus gebracht, nicht nur weil es im Vorjahr nach dem Teileinsturz des Fabriksgebäudes Lieferprobleme gegeben hat, sondern auch danke organischem Wachstum. Aus der Steuerreform erwartet sich das Traditionsunternehmen mehr Nachfrage im Inland, aber auch die Exportquote dürfte gesteigert werden.

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