Germany and Lufthansa agree to a rescue deal

┬ę EPA / RONALD WITTEK

Wirtschaft
06/25/2020

Lufthansa: EU stimmt Sparpaket zu, Einigung mit Gewerkschaft

Vereinbarungen mit anderen Gewerkschaften stehen aber noch aus.

Kurz vor der au├čerordentlichen Hauptversammlung hat sich die Deutsche Lufthansa als erstes mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO auf ein Sparpaket in der Krise verst├Ąndigt. Das Paket umfasse einen vierj├Ąhrigen K├╝ndigungsschutz sowie ein Einsparvolumen von ├╝ber einer halben Milliarde Euro bis Ende 2023, teilte die Kabinengewerkschaft am Mittwochabend mit. Ein gro├čer Teil davon komme aus freiwilligen Ma├čnahmen.

Laut Lufthansa beinhaltet das Ma├čnahmenpaket unter anderem das Aussetzen von Verg├╝tungsanhebungen, eine Flugstundenabsenkung bei entsprechender Reduzierung der Verg├╝tung sowie tempor├Ąr reduzierte Beitr├Ąge zur betrieblichen Altersversorgung. "Mit dem jetzt beschlossenen Krisenpaket kann das Unternehmen f├╝r die 22.000 Kabinenmitarbeiter der Deutschen Lufthansa AG betriebsbedingte K├╝ndigungen f├╝r den Zeitraum der Krise vermeiden", hei├čt es in einer Mitteilung der Airline.

Milliardenschweres staatliches Rettungspaket

"Der angek├╝ndigte Personalabbau wird nicht nur ohne K├╝ndigungen in der Kabine auskommen, UFO und Lufthansa beweisen nach Jahren heftiger Auseinandersetzungen nun verantwortungsvolle Einigungs- und Handlungsf├Ąhigkeit", sagte Daniel Flohr, UFO-Vorsitzender. Dem vereinbarten Paket m├╝ssen die UFO-Mitglieder noch im Rahmen einer in K├╝rze startenden Urabstimmung zustimmen. Vereinbarungen mit den anderen Gewerkschaften stehen bisher noch aus. Trotz eines h├Âheren Angebots an Einkommenseinbu├čen der Lufthansa-Piloten haben sich die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Lufthansa noch nicht auf ein Krisenpaket geeinigt.

EU winkt Deal durch

Die EU-Kommission hat am Donnerstag die direkten Staatshilfen ├╝ber 6 Mrd. Euro f├╝r die Lufthansa genehmigt. Die stellvertretende EU-Kommissionspr├Ąsidentin Margrethe Vestager erkl├Ąrte, dieser betr├Ąchtliche Betrag werde der Airline helfen, die aktuelle Coronaviruskrise zu ├╝berstehen, die den Luftfahrtsektor besonders hart getroffen habe.

Es gebe jedoch die Auflage, dass der Staat "ausreichend verg├╝tet" werde. Zudem gebe es "weitere Ma├čnahmen zur Begrenzung der Wettbewerbsverzerrungen". Insbesondere habe sich Lufthansa verpflichtet, Start- und Landerechte (Slots) an ihren Drehkreuzflugh├Ąfen Frankfurt und M├╝nchen zur Verf├╝gung zu stellen, "wo Lufthansa ├╝ber betr├Ąchtliche Marktmacht verf├╝gt".

Die Aktion├Ąre der Lufthansa stimmen am Donnerstag Nachmittag ├╝ber das milliardenschwere staatliche Rettungspaket f├╝r die von der Corona-Krise hart getroffene Airline ab. Es wird nach dem Ende einer tagelangen Zitterpartie voraussichtlich eine Mehrheit finden.

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