Lohnstreit gefährdet Jobs

AP** ARCHIV ** Ein Stahlwerker ueberwacht die Schliessung des Hochofens am Ende des Abstiches im zur Arcelor-Gruppe gehoerenden EKO-Stahlwerk im brandenburgischen Eisenhuettenstadt am 9. Februar 2006. Das ifo-Institut sieht Deutschland noch bis 2010 in de
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Die Arbeitgeber sträuben sich gegen die Pläne, Leiharbeiter mit Stammpersonal gleichzustellen.

Bei einem Mindestgehalt von 1380 Euro brutto im Monat können die 75.000 heimischen Leiharbeitskräfte von Supergagen nur träumen. Das neue Arbeitskräfteüberlassungsgesetz (AÜG neu) würde ihnen wie berichtet eine Gleichstellung mit dem Stammpersonal auf Betriebsebene gesetzlich garantieren, doch die Arbeitgeberseite legt sich quer. Sie will den Mehraufwand nicht schlucken und den bestehenden, bereits EU-Richtlinien-konformen Branchen-Kollektivvertrag weitgehend unverändert beibehalten.

Auch die im Sparpaket vorgesehene „Strafsteuer“ von 110 Euro an das AMS bei jeder Dienstauflösung trifft die Zeitarbeitsfirmen hart. Allein bei Manpower gibt es pro Jahr 8000 Dienstauflösungen. „1500 bis 1800 Auflösungen sind Fix-Übernahmen des Personals durch unsere Kunden, trotzdem müssen wir die 110 Euro AMS-Abgabe bezahlen“, kritisiert Manpower-Chef Erich Pichorner. Der Verband Zeitarbeit und Arbeitskräftevermittlung, dem unter anderem Manpower und Trenkwalder angehören, warnt vor einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 15.000 bis 20.000 Personen, sollten AÜG neu und Auflösungsabgabe wie geplant umgesetzt werden. Zeitarbeitsfirmen zählen zu den wichtigsten AMS-Kunden.

„Es besteht auch die Gefahr, dass viele Unternehmen wegen der erhöhten Kosten ganz auf Zeitarbeit verzichten und stattdessen auf Auslagerungen ins Ausland oder Scheinselbstständigkeit setzen“, glaubt Pichorner. Die Gewerkschaft weist die Drohungen zurück und verteidigt die Novelle. Leiharbeiter dürften nicht länger Arbeitnehmer zweiter Klasse sein.

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(kurier) Erstellt am
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