Lockdown-Verlängerung: Betriebe bekommen 50 Prozent Umsatzersatz

CORONA: PK "NEUE WIRSCHAFTSHILFEN" - BLÜMEL
Aber nur bis Ende des Jahres. Ab dann müssen Unternehmer den erweiterten Fixkostenzuschuss beantragen

Seit heute ist es fix: Die Gastronomie und Hotellerie bleibt bis 6. Jänner geschlossen. Jene Betriebe, die auf staatliche Anordnung nicht aufsperren dürfen, bekommen weiterhin einen Umsatzersatz. Allerdings nicht mehr im Umfang von 80 Prozent, sondern nur noch in Höhe von 50 Prozent jenes Umsatzes, den sie im Vergleichszeitraum des Vorjahres erwirtschaftet hatten. Wie auch schon zuletzt, erfolgt die Beantragung über FinanzOnline. Beantragt werden kann der neue Dezember-Umsatzersatz ab 16. Dezember. Und zwar für den Zeitraum 7. bis 31. Dezember. Finanzminister Gernot Blümel beziffert die Kosten für die Maßnahme mit rund einer Milliarde Euro.

„Jedes Unternehmen, das wir gut durch die Krise bringen, sichert wertvolle Arbeitsplätze in Österreich. Daher verlängern wir den Umsatzersatz einmalig bis zum Ende des Jahres. Auf einem Niveau von 50 Prozent“, so der Finanzminister. Ab 2021 tritt der Fixkostenzuschuss an die Stelle des Umsatzersatzes.

Wirtschaftsfaktor Tourismus

Für uns in Österreich ist der Wintertourismus ein erheblicher Wirtschaftsfaktor, der rund 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) beiträgt und direkt und indirekt um die 750.000 Mitarbeiter beschäftigt, betont Tourismusministerin Elisabeth Köstinger. Rund ein Drittel der Kurzarbeitsanträge entfallen auf die Branchen Gastronomie und Hotellerie, konkret waren es mehr als 20.000 Anträge. Für die Betriebe besteht auch im Jänner weiter die Möglichkeit, der Kurzarbeit. Auch die Möglichkeit von Take-away bleibt für die Gastronomie aufrecht. Gasthäuser dürfen Essen zur Abholung zwischen 6:00 Uhr in der Früh und 19:00 Uhr am Abend anbieten. Geliefert darf rund um die Uhr werden.

"Wir müssen von einer sehr schweren Wintersaison ausgehen", sagt Köstinger mit Verweis auf die aktuellen Reisewarnungen.

„Wir haben nun Gewissheit, dass auch das Weihnachts- und Silvestergeschäft ausfallen wird. Zumindest können wir aber jetzt wieder planen, anstatt nur zuzuwarten“, kommentieren Susanne Kraus-Winkler und Mario Pulker, die Obleute der Fachverbände Hotellerie und Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), die von der Bundesregierung verkündeten ersten Öffnungsschritte nach dem harten Lockdown.

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