Linzer Handyhersteller Emporia wird verkauft
Zusammenfassung
- Der Linzer Handyhersteller Emporia wird vollständig an das norwegische Unternehmen Xplora Technologies verkauft.
- Der Abschluss der Transaktion ist für das zweite Quartal 2026 geplant, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
- Emporia-Geschäftsführerin Eveline Pupeter sieht den Verkauf als geplanten Schritt für einen geordneten Übergang und die langfristige Stabilität der Marke.
Der Linzer Handyproduzent Emporia steht vor einem Eigentümerwechsel: Das Unternehmen soll vollständig an die norwegische Xplora Technologies mit Sitz in Oslo verkauft werden.
Die Bekanntgabe erfolgte am Montagmorgen, wie aus aktuellen Unternehmensinformationen hervorgeht. Die Vertragsbedingungen gelten demnach weitgehend als abgestimmt, über den Kaufpreis wurde jedoch Stillschweigen vereinbart. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2026 erwartet.
"Richtiger Zeitpunkt für geordneten Übergang"
Emporia‑Geschäftsführerin Eveline Pupeter, die das Unternehmen seit zehn Jahren als Alleineigentümerin führt, bestätigt, dass der Verkauf ein geplanter Schritt sei. Nach zwei Jahrzehnten in der operativen Führung sei für sie "der richtige Zeitpunkt für einen geordneten Übergang" gekommen, wie sie in einer offiziellen Stellungnahme betont.
Pupeter sieht das Unternehmen bei den neuen Eigentümern gut aufgehoben und betont, dass der Schritt die langfristige Stabilität und Weiterentwicklung der Marke sichern solle. Es soll auch andere Interessenten gegeben haben, letztlich führten jedoch die Gespräche mit Xplora Technologies zur Einigung.
Von Kinder-Smartwatches bis Seniorenhandy
Xplora ist im Euronext Growth an der Osloer Börse gelistet und vor allem für Smartwatches für Kinder ein Begriff. Die 1991 gegründete emporia ist den Unternehmensangaben zufolge als Marktführer bei Seniorenhandys in Deutschland und Österreich mit mehr als 300.000 verkauften Geräten jährlich in ganz Europa etabliert. Das Unternehmen habe eine starke Marke aufgebaut und sei für seine anwenderfreundlichen Mobilfunklösungen bekannt. "Diese Transaktion stellt einen strategischen Sprung dar in Xploras Mission, die führende globale Plattform für Sicherheit für Familien zu werden", kommentierte Sten Kirkbak, CEO von Xplora, den Kauf.
Gemeinsam mit der kürzlich erworbenen schwedischen Doro Connect, die Marktführer in Großbritannien, Frankreich und Skandinavien sei, decke man ein breites geografisches Gebiet ab und die Unternehmen würden "sich gegenseitig beflügeln", hieß es in einer Presseaussendung von Xplora.
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