Lebensmittelgruppe Vivatis steigert Umsatz auf 1,43 Milliarden Euro
Zusammenfassung
- Vivatis steigerte 2025 den Umsatz um rund sechs Prozent auf 1,43 Milliarden Euro und investierte über 40 Millionen Euro in Wachstum und Innovation.
- Das Unternehmen plant, seine Marktführerschaft auszubauen und den Auslandsanteil am Umsatz von 20 auf 30 Prozent zu erhöhen, mit Fokus auf internationales Wachstum und Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland.
- Trotz positiver Entwicklung sieht Vivatis die Wettbewerbsfähigkeit durch neue Auflagen und schwierige Rahmenbedingungen in Österreich belastet.
2025 war ein starkes Geschäftsjahr für die Linzer Lebensmittelgruppe Vivatis. Denn das Unternehmen, zu dem etwa Marken wie Knabbernossi, Inzersdorfer oder Wojnar's gehören, konnte seinen Umsatz um rund sechs Prozent auf 1,43 Milliarden Euro steigern.
Stolz zeigt sich das Unternehmen in einer Aussendung über die hohe Eigenkapitalquote von 42 Prozent und die „konsequente Investitionspolitik“. So seien im Vorjahr mehr als 40 Mio. Euro in Technologie, Wachstum und Innovation geflossen. Das Ergebnis würde zeigen, dass Vivatis mit seiner „klaren strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg“ sei, sagt Vorstandsvorsitzender Gerald Hackl. So schaffe man die Basis, die „Position als führender Lebensmittelkonzern Österreichs weiter auszubauen“, heißt es weiter.
Gerald Hackl, Vorstandsvorsitzender der Vivatis-Gruppe
Fokus auf internationales Wachstum
Das Unternehmen will den Fokus auch künftig auf das internationale Wachstum richten. Im Bereich der Gemeinschaftsverpflegung (etwa in Schulen) wolle man insbesondere in Deutschland wachsen. Auch die Maresi-Gruppe investiere in die internationale Präsenz. Zudem soll das Tiefkühl- und Fertigprodukte-Segment im deutschsprachigen Raum ausgebaut werden. Langfristig plane man, den Auslandsanteil am Gesamtumsatz „von derzeit gut 20 Prozent in Richtung 30 Prozent zu erhöhen“.
Trotz des positiven Ergebnisses verweist das Unternehmen auf die „ herausfordernden Rahmenbedingungen“ im Jahr 2025. Neben einem anhaltenden „Lebensmittel-Bashing“ hätten auch neue Auflagen – etwa Maßnahmen gegen Shrinkflation – die Branche belastet. Die Mehrbelastung schwäche die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Lebensmittelproduzenten. „Bereits jetzt wird es für Unternehmen, die in Österreich produzieren, zunehmend schwieriger, ihre Produkte gegenüber ausländischen Anbietern auf dem heimischen Markt zu platzieren“, heißt es.
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