NiKi

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Air Berlin
03/27/2013

Langsam fliegen bringt Niki Millionen

Griechische Inseln stehen auf dem Flugplan der Airline.

von Michael Bachner

Seit dem Ausstieg des früheren Formel-1-Weltmeisters Niki Lauda und dem Verkauf seiner Airline an die Air Berlin Group durchlebt Niki einen Kulturwandel. Hieß es früher oft „Vollgas!“, um Streckenrekorde aufzustellen, für die Lauda bekannt war, heißt die neue Devise Spritsparen und dafür wird absichtlich langsamer geflogen.

Eine zehnprozentige Geschwindigkeitsreduktion hat Niki im Vorjahr immerhin 3,5 Prozent an Spritkosten, das sind vier Millionen Euro, erspart. Durch effizientere Boden-Abfertigungsprozesse soll dabei die Pünktlichkeit nicht leiden, der Fluggast also gar nichts merken.

Ähnlich dürfte es sich mit dem neuen Fluggerät, dem Airbus A320 mit sogenannten Sharklets, verhalten.

Die zweieinhalb Meter langen, nach oben gerichteten Verlängerungen der Flügelspitzen verbessern die Aerodynamik und bringen pro Flieger eine Treibstoffersparnis von bis zu vier Prozent oder 320.000 Euro im Jahr. Der erste Airbus mit Sharklets wurde soeben von Hamburg nach Wien überstellt. Insgesamt hat die Air Berlin Group 14 solcher Flieger bestellt, drei bekommt Niki.

Hellas

Im Vorjahr beförderte Niki erstmals mehr als fünf Millionen Passagiere, in der Spitze sind 23 Flieger im Einsatz. Heuer, sagt Niki-Chef Christian Lesjak, liege der Fokus klar auf Griechenland. Das Land komme aus dem „Tal der Tränen“, entwickle sich aber wieder sehr stark. Lesjak: „In der Krise sind viele Non-Stop-Verbindungen aus Deutschland und der Schweiz gestrichen worden. Davon profitiert das Drehkreuz Wien, auch zu kleineren Inseln.“

Wer also im Sommer nach Griechenland und dabei „ökoeffizient“ fliegen will, komme an Air Berlin/Niki kaum vorbei. Über alle Routen gerechnet liegen die Treibstoffkosten der Gruppe bei 26 Prozent des Gesamtumsatzes, branchenweit liegt diese Kennziffer bei 34 Prozent. Anders ausgedrückt: Mit nur noch 3,4 Litern Verbrauch pro 100 Passagierkilometern (PKM) hat Air Berlin 2012 einen Rekord aufgestellt. Eine Reduktion um nur 0,1 Liter erspart 34 Millionen Euro. Die neuen Sharklets stellen einen weiteren Schritt der Treibstoff- und CO2-Reduktion dar. Bis 2015 will Air Berlin ihren Treibstoffverbrauch auf drei Liter je PKM senken.

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