Neue Wege geht der Möbelhändler kika und versucht in die Lücke von Niedermeyer zu stoßen.

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Tablet und TV
04/10/2014

kika/Leiner steigt in den Elektronikhandel ein

Neuer Eigentümer Steinhoff forciert Umbau. Man wolle Lücke nach Aus von Niedermeyer und DiTech schließen.

von Anita Staudacher

Ein Tablet um 70 Euro, ein TV-Gerät um 300 Euro: Die Lockangebote im aktuellen kika-Prospekt kündigen es bereits an. Der neue Eigentümer Steinhoff krempelt das Sortiment des heimischen Möbelhändlers kräftig um und schlichtet mehr und mehr Unterhaltungselektronik in die Regale.

Ganz nach dem Vorbild des französischen IKEA-Rivalen Conforama, der ebenfalls zur Steinhoff-Gruppe gehört, sollen alle kika-Filialen größere Elektronik-Abteilungen erhalten, erfuhr der KURIER aus Unternehmenskreisen. Man wolle die Lücke nach dem Aus von Niedermeyer und DiTech wieder schließen und vor allem Unterhaltungselektronik (TV, Video, HiFi) Smartphones & Tablets sowie vermehrt Haushaltskleingeräte anbieten, heißt es. Der südafrikanisch-deutsche Mischkonzern Steinhoff kündigte bereits bei der Übernahme von kika/Leiner vor einem Jahr Synergien beim Einkauf an.

"In ausgewählten Filialen"

kika/Leiner-Vertriebsmanager Walter Golob bestätigt gegenüber dem KURIER den Einstieg in den Elektronikhandel, spricht aber nur von "ausgewählten Filialen", die mit neuen Waren bestückt werden. Die Haushalte seien zunehmend vernetzt, daher werde die Kernkompetenz Wohnen Schritt für Schritt um Elektronik erweitert, so Golob. Als Beispiel nennt er Beleuchtungskörper oder Sonnenschutzblenden, die per Smartphone gesteuert werden können. Man werde dabei nicht nur Eigenmarken, sondern auch Markenprodukte anbieten, sagt Golub und kündigt eine weitere Sortimentsausdehnung an. "Da wird noch Überraschendes dabei sein."

Flächenproblem

Um die riesigen Verkaufsflächen besser auszunutzen, sucht der in Umstrukturierung befindliche Möbelhändler auch neue Kooperationspartner. Die Idee, Spar-Filialen in großen kika- oder Leiner-Häusern unterzubringen, scheitere aber am Lebensmittelkonzern, ist aus der Branche zu hören. Lediglich im neuen Einkaufscenter Mariandl in Krems teilen sich Interspar und Leiner eine Verkaufsfläche. In Graz kooperiert der Möbelhändler mit Merkur. Die verpachteten kika-Restaurants sollen nach und nach wieder in Eigenregie geführt werden.

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